30.07.08

Kalmusbad: Ein Badetag wie im Bilderbuch

Posted in Abchillen, Familientipp, Freizeit, Sichs gut gehen lassen at 20:17

Der sommerliche Badetag beginnt meist mit der obligaten Parkplatzsuche. Nach einigen Runden im fahrenden Glutofen greift endgültig die Erkenntnis, dass heute alle anderen wieder schneller am Wasser waren. An der Kasse löhnt man 4 bis 6 Euro (!) um auf der Liegewiese zu erkennen, dass man sich am besten über- statt nebeneinander schlichen sollte. Von lauten Radios, Handy-Schreihälsen und notorisch fehlgeleiteten Fußbällen gar nicht erst zu sprechen. Man kann aber rauch ganz anders baden. Man muss nur wissen wo.

KALMUSBad in Klagenfurt

Die Zutaten zum perfekten Badetag: Genügend freie Parkplätze selbst bei Tagen wie heute mit 30° plus. Alle im Schatten eines kleinen Wäldchens gelegen. Der Eintritt: “Ein Euro für die Benützung der Liegewiese”, steht auf einer Kreidetafel geschrieben. Ach ja. Das ganze Idyll liegt nur ca. fünf Fahrminuten vom Zentrum Klagenfurts entfernt.

Kalmusbad

Dass sich auf der Liegewiese selbst an Hochfrequenztagen nur eine Handvoll Erholungssuchende tummeln, sei nur nebenbei erwähnt. Im Kalmusbad, so heißt dieses magische Plätzchen, gehen die Uhren anders. Gebadet wird im vorbeifließenden Sattnitz-Bach. Der ist zwar nicht so sonderlich tief, zum Schwimmen reicht es jedoch vollauf. Und die Gegenstromanlage hat man quasi inklusive (wobei die Strömung wirklich sachte ausfällt). Das Wasser ist herrlich frisch und liefert im Gegensatz zu so manchem, auf 28 Grad aufgeheizten Kärntner Badesee, echte Abkühlung. Im hinteren Teil des Geländes stehen putzige kleine Holzhäuschen. Davor sitzen ein paar Pensis und spielen Karten. Ja, es ist schon ein wenig anders hier im Kalmusbad. Wir haben es heute probiert und mochten es auf Anhieb!

Tipp: Das Kalmusbad ist für Kinder super geeignet. Spielplatz, Sandkiste, alles da. Wer will, findet unter den großen Bäumen Schatten. Im Wirtshaus gibt’s zackiges Service und speise- und getränketechnisch alles was man halt so braucht.

Andere Freizeit-Tipps in der Nähe:
Der Ebentaler Wasserfall
Klagenfurt von oben herab
Besonderes Wasser

19.03.08

Haare schneiden mit Aussicht

Posted in Abchillen, Augen weiden, Sichs gut gehen lassen at 17:18

Merlin-Hair in Wernberg bei Villach

Wenn Walter Mersich aka Merlin sagt, dass er weder Werbung braucht noch welche macht, so glaubt man ihm aufs Wort. Der in der Nähe von Villach angesiedelte Friseur übte seinen Beruf in aller Herren Länder aus, entschloss sich dann aber für den kleinen Ort Wernberg bei Villach. Jetzt wird man sagen, Frisör, eh klar! Aber damit liegt man hier völlig daneben. Walter & Heidi Mersich haben sich wirklich etwas einfallen lassen, das sie vom großen Rest der ca. 500 Frisörläden Kärntens im wahrsten Sinne des Wortes abhebt: Was für eine Lage bzw. was für eine Aussicht!!!

Der Friseurladen ist eigentlich ein stattliches Friseur-Haus, das schon alleine von seiner Architektur her einen echten Eyecatcher abgibt. Der Clou ist aber, dass sich Kunden beim Haareschneiden dank einer riesigen Glasfront, die den Bau im ersten Stock nach vorne hin abschließt, quasi mitten in der Landschaft befinden und den Blick weit bis hin zur Bergwelt der Karawanken schweifen lassen können. Ein absoluter Wahnsinn und ziemlich sicher die abgefahrenste Location an der man sich die Haare schneiden, waschen, legen und / oder föhnen lassen kann. Laut Merlin, den Namen des berühmten Zauberers verpassten ihm übrigens Spielkameraden aus der Jugend, ist der Laden nicht für seine Kunden sondern für ihn selbst so außergewöhnlich gebaut. “Geht es mir gut bei der Arbeit, geht es auch den Kunden gut”, sagt er. Da passt natürlich gut ins Bild, dass auch Innenarchitektur und Einrichtung zu annähernd 100 Prozent aus echter Handarbeit bestehen und so gut wie nichts “von der Stange” ist.

Davon, dass der Friseur mit Aussicht mehr als gut läuft, konnte sich der männliche Kärntenblogger gleich selbst überzeugen. Termin auf die Schnelle gab es nämlich trotz massig Wolle am Haupt keinen. Am besten vorher anrufen (04252 / 24595) und sich von Merlin und Heidi während der Haarpflege ihre Welt erklären lassen. Ich wer das gleich mal nach Ostern tun.

Adresse: Merlin Hair, Triesterstrasse 2a, A-9241 Wernberg, Website
Tip: Wenn sich Mami mal so richtig stylen lassen will, schickt sie Papi mit den Kids in der Zwischenzeit zum Gasthof Fruhmann. Der ist bei Merlin gleich um die Ecke.

13.02.08

Gesundheit kann man essen

Posted in Essen & Trinken, Sichs gut gehen lassen at 17:26

Das Restaurant Kleeblatt in Klagenfurt

Man muss keinen feinen, jahrzehntelang in Haubenküchen geschulten Gaumen haben, um zu erkennen, dass die Küchenchefin vom Kleeblatt in Klagenfurt irgendetwas sehr richtig macht. Was hier auf den Teller kommt, schmeckt vollwertig, ehrlich, frisch. Wie einst zuhaus bei Muttern. 2 täglich wechselnde Menüs (eines davon “Vollwert”) stehen zur Auswahl, neben einer Reihe von Standard-Gerichten und leckeren Nachspeisen. Gekocht wird nur mittags in den bunt ausgemalten, gemütlichen Altbau-Räumen am St. Veiter Ring – und dementsprechend clever ist es daher, zwischen 12 und 1 eine Tisch zu reservieren, falls man essen möchte. Das Service ist flink, die Atmosphäre ruhig, das Ambiente sehr sauber und freundlich.

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Wie gesagt: Nahrhafte, biologische Zutaten sind das A und O der Küche von Frau Rieder: Weißmehl, weißen Reis oder Fertigsaucen findet man hier nicht. So viel Achtsamtkeit darf sich dann auch preislich ein bissl auswirken, meinen wir.

Und weil wir schon beim Stichwort “Bio in Klagenfurt” sind: Das Mundauf haben wir einst hier schon abgefeiert. Nach wie vor ein heißer Tipp. Und wer Gesundheit lieber exotisch zu sich nimmt: Das indische Spezialitätenrestaurant “Shiva” in der 8. Mai Straße hat uns zuletzt sehr positiv überrascht. Ayurvedische Küche a la minute. Frisch gekocht ist eben doch – mindestens – halb gewonnen.

17.01.08

Seine Majestät, der Dobratsch

Posted in Augen weiden, Familientipp, Sichs gut gehen lassen at 14:37

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Den Dobratsch bei Villach hier als “Geheimtipp” zu verkaufen, das hätten wir uns nie getraut. Aber bei der momentanen Schnee- und Eisfreiheit Kärntens ist kreatives Denken gefragt. Also sagen wir: Der Berg ruft auch im Winter, immerhin wirbt der Dobratsch offiziell damit, auch ohne Lifte und Kunstschnee ein Winter-Wonderland für die ganze Familie zu sein. Vom großen Parkplatz am Ausbauende der Villacher Alpenstrasse (dort sollte immer genug Schnee sein, um auch die Tourenschi anschnallen zu können) geht’s ca. eineinhalb bis zwei Stunden hinauf zum Gipfel. Ein Marsch und zugleich Workout, der/das immer wieder mit neuen Einblicken in die Tälerlandschaften Kärntens und Oberitaliens belohnt wird.

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Oben wartet dann für technikinteressierte der riesige Funkturm, für Fromme die höchstgelegenee Wallfahrtskirche Europas und für Hungrige eine Erbwurstsuppe im Gipfelhaus samt nettem Geplauder mit dem einen oder anderen bergaffinen Villacher. Soll noch einer sagen, es geht nix ohne Schnee ;)

06.11.07

Lese-Beisl für Sonntagnachmittage

Posted in Abchillen, Essen & Trinken, Freizeit, Sichs gut gehen lassen at 17:08

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An ein Lokal kann man verschiedene Ansprüche stellen. An grauen November-Sonntagnachmittagen geht’s uns um meistens um folgendes: Eine große Kaffee- und Teekarte, eine ansprechende Zeitungs- und Zeitschriftenauswahl, chillige Musik, aufmerksames Personal und das ganze in einer warmen Wohlfühl-Stube bitte, in der es nicht zugeht wie im Taubenschlag.

Cafe&Buch

Wo zu finden? Im “Cafe & Buch” in der Pernhartgasse in Klagenfurt, gleich gegenüber vom Hotel Sandwirth. Zwar sehr klein (5 oder 6 Tische nur), dafür mit prall gefülltem Bücherregal und vom Raumgefühl her – nicht nur altbaubedingt – sehr stilvoll. Die Klientel angenehm. Und die Preise sehr moderat. Prädikat besuchenswert!

Hier geht’s zum “Cafe & Buch”. Geöffnet täglich von 10 bis 22 Uhr.

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Durchatmen im Cafe Fahrnberger
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02.10.07

Italien zum Greifen nah

Posted in Essen & Trinken, Shopping, Sichs gut gehen lassen at 13:32

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Es ist ja nicht so, dass wir nicht gern hin und wieder mal über die Grenze rutschen würden. Aber! Nach einer gerammelt vollen Arbeitswoche sitzt man am Wochenende manchmal doch lieber in der Sonne als im Auto. Das “Cena” kann trotzdem durch und durch italiano werden. Dank dem original italienischen Lebensmittelladen an der Maximilianstraße, der da vor ein paar Monaten in Klagenfurt aufgesperrt hat. Villach kam ja schon vor ein paar Jahren in diesen Genuss.

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Nur soviel: Rucola, der nach Rucola duftet. Käsesorten, die alle gleich aussehen und alle unterschiedlich schmecken. Lange Regalfluchten voller Öle, Pasta, Vini oder Dolci. Mamma mia! Dreimal die Woche kommt frische Lieferung, im Vergleich zum Markt – wo’s auch italienische Spezialitäten gibt – hat dieser Laden hier durchgehende Öffnungszeiten. In Kombi mit diesem deppeneinfachen Kochbuch war der vergangene Samstag kulinarisch dann echt eine – hausgemachte – Wucht. Kann man sich merken…!

Lageplan des Italo-Laden

09.09.07

Großes Kino im kleinen Kino

Posted in Abchillen, Sichs gut gehen lassen, schlechtwetter-action at 20:25

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Nun wird es ja angeblich Herbst. Und was tun, wenn am Wochenende mal Regen einsetzt, der stundenlang nicht aufhören will. Fernseher einschalten! Aber wo! Da läuft doch nichts Gescheites. An Tagen wie diesen empfiehlt sich ein Blick in die Zeitung. Um genau zu sein ins Kinoprogramm. Da gibt es die Riesenkinos an den Stadträndern von Klagenfurt und Villach oder die regionalen Kinos, die einem Filme wie “Ein Schloss am Wörthersee” oder ähnliche Gassenhauer vorsetzen. Oder… – bingo! – man kennt das Volkskino in Klagenfurt!

Das ziemlich keine Kino ist im Klagenfurter Multi-Kulti Stadtteil St. Ruprecht zu Hause und bietet Filme vom Feinsten. Im Volkskino sind all jene richtig, die statt Hollywood Blockbuster auf cineastischen Tiefgang setzen. Hier wird man fündig, ja mehr als das. Hier wird man mit Kinoprogramm der Extraklasse und einem einzigartigen Kino-Ambiente verwöhnt. Hier ist die Kinowelt mit einem Wort noch nicht “zugeplexxt” und deshalb schwer in Ordnung. Auch das Publikum ist dementsprechend angenehm. Übrigens fällt im Volkskino niemand auf, der mal gerne alleine ins Kino geht.

Tip: Da die wenigen Plätze des Volkskinos an Regentagen schon mal sehr gut gebucht sind, empfiehlt sich eine Reservierung unter der Telefonnummer 0463 / 31 9880.

Das Volkskino auf der Google-Map
Ein Tip: Auf der gegenüber liegenden Straßenseite gibt es einen griechisches Restaurant namens Poseidon. Seine Speisekarte (insbesondere das Bifteki!!) ist nicht zu verachten.

30.07.07

Wenn Eddy auftischt …

Posted in Abchillen, Augen weiden, Essen & Trinken, Menschen, Sichs gut gehen lassen at 11:49

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… dann findet man sich schon mal vor einer Bretteljause im 9. Schwierigkeitsgrad – also quasi: überhängend. Die Portion wurde uns für “Eineinhalb-Personen” verkauft (10 Euro), drei wären wohl auch satt geworden. Aber lecker wars! In Eddy’s Mosthof gibt’s nur Hausgemachtes bzw. von den bäuerlichen Nachbarn Geliefertes.

Das ist noch nicht alles, was der Mosthof im Lavanttal kann. Für uns war’s die erste Buschenschank, die teilweise auf Selbstbedienungs-Basis funktionert. Im Keller gibt’s drei Mostsorten zum Selbstzapfen, während man dem Wirt beim Jause-Anrichten zuschauen und ein bissl mit ihm plaudern kann. Für Gruppen lässt sich Eddy Klemel schon mal was einfallen, nicht selten, dass die Jause dann mit brennenden Sternspritzern serviert wird.

Schön die Aussicht vom Gastgarten hinüber auf St. Georgen und die Koralpe. Wir haben den Ausflug ins Lavanttal verbunden mit einem Abstecher zur Maria-Schell-Ausstellung in Schloss Wolfsberg (noch bis 28. Oktober). Der Mosthof ist im Sommer aber nur samstags (ab 16 Uhr) und sonntags (ab 14 Uhr) offen.

Anfahrtsplan hier!

18.07.07

Summer in the City

Posted in Abchillen, Essen & Trinken, Sichs gut gehen lassen at 16:07

Die Vinothek Lerch in Klagenfurt das Cafe Bei Uns in der Herrengasse in Klagenfurt

Mein Gott ist das heiß! Diesen Satz habe ich heute bereits 17 Mal gehört. Dabei ist es erst kurz nach 15 Uhr. Und wirklich: Die Hitze hat Kärnten fest im Griff. Nun gut. Wäre es zu kalt, würde es uns auch nicht passen. Zur aktuellen Hitzewelle sind mir jedoch ein paar lauschige Plätze in Klagenfurt eingefallen, in denen es sich auch bei hohen Temperaturen prima aushalten lässt. Und das ganz ohne Klimaanlage, dafür bei einem kühlen Getränk.

  • Das ist einmal das Gasthaus Pumpe. Der Innenhof ist super schattig und solange man sich nicht bewegt, lässt es sich hier prima aushalten. Zum reichhaltigen kulinarischen Angebot wie zum herben Charme der hier arbeitenden Kellnerinnen habe ich am kulinarisch Reisen Blog ein paar Zeilen verloren.
  • Ein guter Tipp für heiße Tage ist auch das Lokal Bei Uns, das angeblich erste Klagenfurter Stehcafe. Es liegt in einem alt-ehrwürdigen Innenhof mit sehr dickem Gemäuer in der Herrengasse. Im Bei Uns kann man bei einem kleinen Bier und der Wiener Stadtzeitung heiße Nachmittage sehr gut über sich ergehen lassen. Ach ja das Bier: Dieses kann im Bei Uns schon mal fünf Minuten dauern. Es hat dafür jedoch extra wenig Kohlensäure, ist extrem süffig und zudem gezapft wie aus dem Bilderbuch.
  • Auch das Gasthaus Wienerroither ist für heiße Tage ein ebenso heißer Tipp. Hier trifft sich Klagenfurt auf ein schnelles Mittagessen oder gönnt sich im schattig-kühlen Innenhof eine kurze Pause.
  • Und last but not least ist hier auch die Vinothek Lerch zu nennen. Sie liegt unweit des Alten Platzes in der Wienergasse und bietet neben erlesenen Weinen, einer super leckeren italienischen Jause vor allem auch eines: kühlenden Schatten. Und was will man an Tagen mit 38 Grad Celsius mehr?!

Ja und wem es jetzt noch immer viel zu heiß ist, der geht am besten in den kühlen Wald und sucht Schwammerln. Das hilft angeblich auch gegen die Hitze.

Hier die Google-Map zu den Lokalen

09.07.07

Die besten Schaumrollen Kärntens

Posted in Essen & Trinken, Menschen, Sichs gut gehen lassen at 12:34

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Qualität setzt sich nun mal durch. Und sie spricht sich rum. Kommt in Kärnten das Gespräch auf Schaumrollen (in Deutschland auch “Schillerlocken”), fällt binnen ein paar Minuten sicherlich ein Name: Rudiferia. Die Traditions-Konditorei in Gmünd macht ja immer wieder mal gut von sich reden (nachschlagen bei Lieser- und Maltatalexpertin Monika!), die Schaumrollen sind aber so etwas wie die “Kernkompetenz” des Familienbetriebes. Viele Jahre schon, seit 1861 genau genommen. Schaumrollen waren früher DIE Süßware auf Jahrmärkten, und da waren die Rudiferias mit ihren Marktstandeln landauf, landab vertreten. Heute stehen Vater Hubert (der 4., siehe Foto) und Sohn Hubert (der 5.) immer noch täglich im Gewölbe der alten Backstube und fabrizieren – nebst anderen süßen “Schweinereien”- hunderte dieser Traum-Rollen.

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Das Rezept der Rudiferia-Rolle gibt Hubert senior natürlich nicht preis, Ehrensache. Einen Teil ihres Geheimnisses aber schon: “Es ist ihre handliche Größe. Unsere Schaumrollen sind mundgerecht, machen keine lästigen Brösel.” Wir mutmaßen: Ein bissl ist es wohl auch die persönliche Hingabe, mit der hier gerollt und gefüllt wird. Und das hoffentlich noch viele Generationen von Huberts lang!

Stadtplan: Hier gibt’s die Traum-Schaumrollen.

10.06.07

Maria Wörth: Zu Gast bei Reich und Schön

Posted in Abchillen, Essen & Trinken, Sichs gut gehen lassen at 18:42

Der Wörthersee wird, bedingt durch die Jahreszeit, immer mehr zum Hotspot des Landes. Die Schattenseite: Immer mehr Leute, immer überfülltere Lokale und immer höhere Preise. Man kennt das. Gut also, wenn man – wie die Kärntenblogger gestern – von Freunden an der Hand genommen und auf eine feine kleine Seeterrasse aufmerksam gemacht wird. Die Linde Seebar gehört zum Hotel Linde, das mitten auf der Halbinsel von Maria Wörth, am Südufer des Wörthersees liegt. Die Bar befindet sich direkt am Wasser und verfügt damit über einen grandiosen Blick. Hier trifft sich wirklich Reich und Schön. Vorzüglich wird mit dem Motorboot über das Wasser angereist. Tip: Zum Käseteller am besten einen Muskateller aus dem Burgenland bestellen, und der Abend ist gerettet! Die Preise in der Linde Seebar sind zwar auf gut Kärntnerisch “geschmalzen”. Aber warum sich nicht manchmal was gönnen?

Flickr / by Tom Harpel

Die Linde Seebar auf der Google-Map

19.05.07

Einkehr beim Zietner in Zwein

Posted in Essen & Trinken, Familientipp, Sichs gut gehen lassen at 14:19

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Hoch oben über der alten Herzogstadt St. Veit an der Glan in Zwein gelegen, befinet sich die Buschenschenke Zietner. Sie ist wie gemacht für dieses Blog weil sie wirklich etwas besonderes ist. Und genau um solche Dinge geht es ja hier auf unserem Kärntenblog. Für den Zietner gilt: Gemütliches Ambiente, moderate Preise.

Die Leute der Region wissen das schon lange, und pilgern an schönen Tagen zum Zietner, um sich hier eine zünftige Brettljause, ein belegtes Brot (mjam!!, um 3 Euro) oder ein g’schmackiges Liptauerbrot ( 2 Euro) zu gönnen. Dazu gibts meist ein “Schnitt” (1 Euro), ein Getränk zur Hälfte bestehend aus Apfelsaft und Most. Da sitzt man dann vor dem Haus und lässt den Blick über das Land schweifen und fühlt sich einfach großartig. Und noch etwas: Im Sommer sollen im Wald gleich hinter dem Bauernhaus ja angeblich Einerschwammerln wachsen. Aber nichts genaues weiß man nicht. Die Kärntner passen auf ihre Eierschwammerln-Platzerln ja auf wie die Haftlmacher. (Übersetzung: Die Kärntner verraten die Plätze nur ungern, auf denen sie “ihre” Pfifferlinge finden). Alles klar?!

Am Weg zum Zietner fährt man (von St. Veit kommend) direkt am Schloss Frauenstein vorbei. Es ist zwar nicht öffentlich zugänglich aber dennoch einen kurzen Besuch wert. Wer möchte, wandert vom Schloss Frauenstein aus entlang vieler verwunschener Teiche und Tümpel bis nach Kraig. Im Sommer ist es hier herrlich kühl.

Anfahrtskizze von St. Veit zum Zietner (Adresse: Zwein 4, 9300 St. Veit a.d. Glan)

Öffnungszeiten:

15. April bis 17. Juni 2007: Samstag, Sonntag und Feiertag
2. Juli bis 2. September 2007: täglich
23. September bis 28. Oktober 2007: Samstag, Sonntag und Feiertag

16.05.07

Chill-Out-Seeterrassen am Wörthersee

Posted in Abchillen, Augen weiden, Sichs gut gehen lassen at 19:03

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Weiß der Himmel, warum. Aber es hat schon was, den Tag mit einem guten Abendessen direkt am Wasser ausklingen zu lassen. Der Blick auf sanfte Wellen rundet die beruhigende Wirkung eines Aperitivs wunderbar ab, und wenn man Glück hat, kommt die Hauptspeise zugleich mit dem Abendrot einer hinter den Bergspitzen untergehenden Sonne. Hach, wie schöööön!

Eine der Locations, wo sich diese Stimmung herrlich zelebrieren lässt, ist das “Restaurant Maria Loretto” in Klagenfurt am Wörthersee. Obwohl eigentlich sehr exponiert gelegen, findet nicht jeder die enge Straße entlang des letzten Teilstücks des Lendkanals hin. Die Küche konzentriert sich jetzt auf Sommerlich-Leichtes zwischen Fisch, Meeresfrüchten und Spargel, das Personal ist sehr freundlich und aufmerksam, das verschnörkelte Interieur ist vielleicht nicht jedermanns Sache, passt aber an den Ort unserer Meinung nach. Für laue Abende sollte vorreserviert werden – da kommen viele auf die Loretto-Dinner-Idee, und alle wollen erfahrungsgemäß am Balkon sitzen. Und falls mal kein Platz mehr zu kriegen sein sollte, könnte man ja auf folgende Gastro-Adressen am Wörthersee ausweichen:

Kropfitschbad Wieser in Krumpendorf. Mit Tischen auf einer Plattform mitten im Schilf

Lakeside. In-Location in Reifnitz. Unbedingt reservieren!

Lido. Sozusagen gegenüber von “Loretto”, am anderen Ende der Klagenfurter Bucht. An den Tischen am Steg sitzt man quasi drin im See, ohne nass zu werden.

Übersichtsplan aller genannten Restaurants hier!

01.05.07

See-Juwel zum Essen, Trinken & Leben

Posted in Abchillen, Sichs gut gehen lassen, Unterkommen at 18:39

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Hotels gibt’s ja doch einige in Kärnten. Aber so etwas wie die Villa Verdin kommt einem selten unter. Seit ich 2003 – damals noch als hauptberufliche Reiseredakteurin – einen ersten Abstecher zum Betreiberduo Gianni und Thomas nach Millstatt gemacht hab, hab ich ein ähnlich offenes und gemütliches Hotel-Ambiente in Kärnten nicht mehr entdeckt.

Mag sein, dass es die Widersprüchlichkeit ist, die so interessant ist. Zum einen das altösterreichische, verspießert anmutende Äußere des vormaligen “Hubertusschlössls” (Waidmannsheil!) direkt am See, und zum anderen das, was die beiden Chefs da hineinzauberten: Eine bunte, herzliche, open-minded Atmosphäre, ein witziges Crossover von Design und Hirschgeweihen, von In-Treff und offenes Haus, von Qualität und überschaubaren Preisen. Kreative Küche, super Seeterrasse, ein Turmzimmer für Märchenprinzen und -prinzessinnen, immer wieder nette Aktionen für die Allgemeinheit (wie vor kurzem der “Osterbrunch”) – kurz: “eat-drink-live”, gemäß der punktgenauen Selbstbeschreibung. Ohne jeden Eigennutz oder Hintergedanken: Würde ich nicht sowieso in Kärnten wohnen, hier würde ich Urlaub machen. Unbedingt.

Wegbeschreibung: Gleich an der Hauptstraße mitten im Ort Millstatt – von Seeboden kommend nach dem Dorfplatz rechter Hand, quasi nicht zu übersehen. Übersichtskarte hier!

15.04.07

In St. Georgen am Sandhof ist guter Rat teuer

Posted in Menschen, Sichs gut gehen lassen at 11:26

GH Lutschounig

Brust oder Keule? Apple oder PC? Harley-Davidson oder Honda Gold Wing? In St. Georgen am Sandhof, einem kleinen Ort, gelegen gleich hinter dem Klagenfurter Flughafen, sieht sich der Einheimische vor eine ähnlich fundamentale Frage gestellt. Die einen schwören auf das Gasthaus Lutschounig (vom Flughafen kommend auf der rechten Seite). Die anderen geraten in wahre Verzückung, wenn sie auf das Backhendl zu sprechen kommen, das sie schräg gegenüber, im Gasthof Orasch (vom Flughafen kommend links) auf den Tisch bekommen.

Einsermenue mit Bier

Zwischen den beiden Gasthöfen – ich denke, jeder ist ein Insider-Tipp für sich – gibt es keine Grauzone, höchstens die Straße, die sich an der kleinen Kirche vorbei in Richtung Maria-Saaler Berg schlängelt. Man koexistiert nebeneinder und jeder hat seine eigene Fangemeinde. Die Kärntenblogger fühlen sich beim Lutschounig (auch “Lutsche” genannt) sehr wohl. Sowohl die Brettljause, die Käsnudel oder auch der “Indidaner” (aufgeschnittener Bisquit-Krapfen übergossen mir reichlich Schlag und Schokolade) sind schon eine Sünde wert! Ja und auch wer es gerne urig mag, also von Zeit zu Zeit geerdet werden muss, ist beim Lutschounig richtig. In der gemütlichen Gaststube trifft der Bauer den Feuerwehrkommandanten und der gerade in Klagenfurt gelandete Pilot den Bauarbeiter. Ach ja: Und der Wirt, Herr Karl, erzählt natürlich die besten Geschichten über Land und Leute. Die kennt er nämlich wie kein anderer! Reinsetzen und Ohren spitzen.

Anfahrt von Klagenfurt bzw. Villach nach St. Georgen am Sandhof

01.04.07

Die ganze Welt zum Frühstück

Posted in Abchillen, Sichs gut gehen lassen at 16:38

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Heute ein Tipp für Leute, die beim Gedanken an ihr täglich wiederkehrendes Frühstücksritual gleich wieder gähnen müssen: Das “Do Mundo” in Klagenfurt. Gefrühstückt kann hier bis um 23 Uhr nachts werden, und zwar schrille Kreationen aus aller Welt. Wir waren diesmal zu dritt beim Testen und genehmigten uns Frühstück nach afrikanischer Art (Hummus und Bohnenbrei), mexikanischer Art (Ei, Gemüse, Nachos) und im US-Style (Ham&Eggs, French Toast, Ahornsirup). Jeweils mit zwei großen Tassen Kaffee und einem Glaserl Saft. Mjamm! Und im direkten Vergleich zu anderen Frühstücks-Pilgerstätten, die wir sonst aufsuchen, gar nicht teuer: 4,80 Euro kostet ein Frühstücksmenü- inklusive gemütlichem Ambiente, wirklich angenehmem Publikum, Second-Hand-Einrichtung, Fair-Trade-Produkten und einer resoluten Chefin.

Wegbeschreibung: Vom Neuen Platz in Klagenfurt über die Wiesbadener Straße und den Heiligengeistplatz. Dann den Villacher Ring queren. Und dann gleich einen rechten Einkehrschwung ins Do Mundo.

EDIT (28. März 2008): Das Cafe Do Mundo hat mit Ende März 2008 seine Tore geschlossen.

14.03.07

Wer im Glashaus sitzt …

Posted in Abchillen, Kärnten entdecken, Sichs gut gehen lassen at 03:21

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… hat nicht die schlechteste Wahl getroffen. Das “Glashaus” ist eine neue vollverglaste Location in Spittal/Drau (direkt am Hauptplatz), die ziemlich jung und frisch daherkommt. Im Erdgeschoß gibts am Wochenende Konzerte und Theater/Kabarett-Abende, oben ist das stylische Welt-Cafe untergebracht, das gleich auf mehrere Arten überzeugt: Durch eine Kooperation mit dem Weltladen werden fast ausschließlich Fair-Trade-Produkte serviert, dem Interieur verleihen die Kärntenblogger das Prädikat “sehenswert”: Alte Kino-Bestuhlung in grau oder pink, kleine Bistro-Garnituren mit reichlich Patina, eine schöne, schwere Holztheke, dazwischen viel Grünes. Das Beste im Sommer: Die riesige Dachterrasse. Ein Rundblick ist das, ich sags euch…!

By the way: Wer beim Lokalbesuch vorwiegend Augentier ist, sollte auch mal in der Lounge de Paris im Stadtparkcenter Spittal vorbeischauen. “Retro” auf höchster Stufe!

Wegbeschreibung: Von der Parkmöglichkeit in der Edlinger Straße über die Lieserbrücke hinauf zum “Glashaus” am Hauptplatz von Spittal an der Drau.

10.03.07

Abtauchen im Theatercafe

Posted in Abchillen, Sichs gut gehen lassen at 23:21

Es soll ja vorkommen, dass es während Familienurlauben auch schon mal Zoff gibt. Was liegt da näher, als die „heile“ Urlaubsidylle hinter sich zu lassen und für ein paar Stunden abzutauchen? In Klagenfurt gibt es neben dem Stadttheater ein kleines unscheinbares Cafe, das sich für derlei Zwecke bestens eignet.

Dass im Theatercafe die Zeit stillzustehen scheint, sei hier nur am Rande erwähnt. Seine Einrichtung stammt aus den 1960er Jahren, die gemeinsam mit der Musikuntermahlung (vornehmlich Klassik, manchmal Jazz) und den Bildern an der Wand für eine einzigartige Stimmung sorgt. Seele baumeln lassen, Buch mitbringen, ungestört sein. Ach ja, Frau Veronika, die Besitzerin, kocht natürlich persönlich. Ihre Osttiroler Schlitzkrapfen mit grünem Salat sind haubenverdächtig. Sonntags gibt es im Rahmen der Reihe “Theatercafe direkt” Lesungen und Konzerte.

Wegbeschreibung (vom Lindwurm am Neuen Platz in Klagenfurt zum Theatercafe)

Besonderer Ort, besondere Menschen

Posted in Augen weiden, Sichs gut gehen lassen at 23:20

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Besondere Orte bringen oft besondere Menschen hervor. Ein Beispiel: Der Danielsberg, ein Zwerg-Berg und Kraft-Ort mitten im Mölltal, gibt an seinem Gipfel einem Kirchlein (mit atemberaubenden Ausblick, siehe Foto) und einem Gasthof Platz, der seit vielen Jahrzehnten von der Familie Viehhauser betrieben wird. Der bekannteste Spross ist wohl Josef Viehhauser – er erreichte mit dem “Le Canard” in Hamburg den Höhepunkt seiner Karriere als Starkoch, bevor er wirtschaftlich Schiffbruch erlitt. Sein Bruder, Anton “Toni” Viehhauser, ist ebenfalls in Hamburg und Chef des prominent gelegenen Hafenclubs – wir Kärntenblogger hatten mal die Ehre und das Vergnügen, ihn kennen zu lernen.
Der dritte Bruder nun, Hannes Viehhauser, blieb am Danielsberg und betreibt dieses Kleinod namens “Herkuleshof” (Name hat was mit römischen Ausgrabungen zu tun, einfach auf der HP nachlesen), inmitten eines verwunschenen Waldes, mit Schwimmteich, Klettergarten und lauschigen Lagerfeuerplatzerln. Gute Kärntner Küche ist selbstverständlich – geöffnet wieder ab 24. März.