16.05.08
Posted in Besonderes, Menschen, Shopping
at 18:29
Mitten in Klagenfurt, etwas versteckt in der Spitalgasse Nr. 10 steht das Schallplattenstudio Elisabeth. Es handelt sich dabei um einen besonderen Ort, an dem der Liebhaber besonderer Musik Besonderes finden kann. Und dies gilt ausdrücklich nicht nur für das reichhaltige Klassik- und Jazz-Sortiment, das man sonst in Kärnten wohl vergeblich suchen wird. Dass das Schallplattenstudio (hier die Homepage dazu) etwas ganz Spezielles ist, hat auch mit der Dame zu tun, die dem Geschäft vor 33 Jahren seinen Namen gab. Frau Elisabeth.

Die 70 Jährige kennt sich aus bei vergriffenen Schlagern, beim Jazz und auch in der Klassik und steht in ihrem kleinen Geschäft Kunden mit Rat und Tat zur Seite. Ja, volkstümliche Musik habe sie auch, aber das wäre nicht so ihr Ding, sagt Frau Elisabeth, während sie dem Kärntenblogger eine Ostbahn-Kurti Musikcasette (!) und die Neue von Sabina Hank über den Landentisch reicht.

Im Plattenstudio scheint ein wenig die Zeit stehen geblieben zu sein, was aber nichts am gemütlichen Ambiente oder gar damit zu tun hat, dass das Sortiment nicht aktuell wäre. Schließlich kann Frau Elisabeth auch der Oma aushelfen, die ihrem Enkelkind eine BRAVO-Hits mitbringen möchte. Wie gesagt, bei Musik macht Frau Elisabeth nicht so schnell jemand etwas vor.
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10.09.07
Posted in Essen & Trinken, Menschen, Veranstaltungen & Feste, Wandern
at 17:17

Ab einer gewissen Seehöhe (über die genaue Grenze wird gestritten) ist man per Du, basta. Deshalb tönt einem schon ein lautes, fast bayrisches “SAVUS!” von der Theke her entgegen, sobald man die Petodnighütte im Langalmtal bei Kaning betritt. Das Reich von Wirtin Karin: Eine große Blonde mit Lady-Di-Frisur, die mindestens so gut Krapfen backen kann wie Witze erzählen. Eine, die ihre Gäste bewirtet und unterhält. Und deren Arbeitsuniform ihr von ihren Stammgästen irgendwann den Beinamen “Lederhosenwirtin” eingebracht hat.
Seit heuer ist Karin nach ein paar Jahren Pause wieder das Original unter den insgesamt elf Hüttenwirten im Wandergebiet in Kaning – einem kleinen Bauerndorf in einem Seitental nahe des Millstätter Sees. Hier, im Nationalpark Nockberge, sollte für jeden Geschmack was dabei sein: Großer Rosennock für Frühaufsteher, Pfannock für Normalo-Wanderer oder der Mühlenwanderweg für Familien – Details dazu hier.
Und weil’s so gut passt, möchte die Lederhosenwirtin am kommenden Samstag (15. 9.) eine neue Tradition einführen. Da veranstaltet sie nämlich das 1. Lederhosentreffen auf ihrer Hütte. Die originellsten Lederhosen werden – nach Männlein und Weiblein getrennt – gekürt. Für Musik, Speis und Trank sorgt freilich die Wirtin höchstselbst. Und für die Gaudi bestimmt auch.
Kaning auf Google-Map. Anfahrt: “Kaning”-Schildern im Ortsgebiet von Radenthein (östlich vom Millstättersee) folgen. In Kaning selbst gibt es dann gelbe Hinweistafeln in Richtung “Langalmtal” bzw. in weiterer Folge “Petodnighütte”.
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30.07.07
Posted in Abchillen, Augen weiden, Essen & Trinken, Menschen, Sichs gut gehen lassen
at 11:49

… dann findet man sich schon mal vor einer Bretteljause im 9. Schwierigkeitsgrad – also quasi: überhängend. Die Portion wurde uns für “Eineinhalb-Personen” verkauft (10 Euro), drei wären wohl auch satt geworden. Aber lecker wars! In Eddy’s Mosthof gibt’s nur Hausgemachtes bzw. von den bäuerlichen Nachbarn Geliefertes.
Das ist noch nicht alles, was der Mosthof im Lavanttal kann. Für uns war’s die erste Buschenschank, die teilweise auf Selbstbedienungs-Basis funktionert. Im Keller gibt’s drei Mostsorten zum Selbstzapfen, während man dem Wirt beim Jause-Anrichten zuschauen und ein bissl mit ihm plaudern kann. Für Gruppen lässt sich Eddy Klemel schon mal was einfallen, nicht selten, dass die Jause dann mit brennenden Sternspritzern serviert wird.
Schön die Aussicht vom Gastgarten hinüber auf St. Georgen und die Koralpe. Wir haben den Ausflug ins Lavanttal verbunden mit einem Abstecher zur Maria-Schell-Ausstellung in Schloss Wolfsberg (noch bis 28. Oktober). Der Mosthof ist im Sommer aber nur samstags (ab 16 Uhr) und sonntags (ab 14 Uhr) offen.
Anfahrtsplan hier!
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09.07.07
Posted in Essen & Trinken, Menschen, Sichs gut gehen lassen
at 12:34

Qualität setzt sich nun mal durch. Und sie spricht sich rum. Kommt in Kärnten das Gespräch auf Schaumrollen (in Deutschland auch “Schillerlocken”), fällt binnen ein paar Minuten sicherlich ein Name: Rudiferia. Die Traditions-Konditorei in Gmünd macht ja immer wieder mal gut von sich reden (nachschlagen bei Lieser- und Maltatalexpertin Monika!), die Schaumrollen sind aber so etwas wie die “Kernkompetenz” des Familienbetriebes. Viele Jahre schon, seit 1861 genau genommen. Schaumrollen waren früher DIE Süßware auf Jahrmärkten, und da waren die Rudiferias mit ihren Marktstandeln landauf, landab vertreten. Heute stehen Vater Hubert (der 4., siehe Foto) und Sohn Hubert (der 5.) immer noch täglich im Gewölbe der alten Backstube und fabrizieren – nebst anderen süßen “Schweinereien”- hunderte dieser Traum-Rollen.

Das Rezept der Rudiferia-Rolle gibt Hubert senior natürlich nicht preis, Ehrensache. Einen Teil ihres Geheimnisses aber schon: “Es ist ihre handliche Größe. Unsere Schaumrollen sind mundgerecht, machen keine lästigen Brösel.” Wir mutmaßen: Ein bissl ist es wohl auch die persönliche Hingabe, mit der hier gerollt und gefüllt wird. Und das hoffentlich noch viele Generationen von Huberts lang!
Stadtplan: Hier gibt’s die Traum-Schaumrollen.
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15.04.07
Posted in Menschen, Sichs gut gehen lassen
at 11:26

Brust oder Keule? Apple oder PC? Harley-Davidson oder Honda Gold Wing? In St. Georgen am Sandhof, einem kleinen Ort, gelegen gleich hinter dem Klagenfurter Flughafen, sieht sich der Einheimische vor eine ähnlich fundamentale Frage gestellt. Die einen schwören auf das Gasthaus Lutschounig (vom Flughafen kommend auf der rechten Seite). Die anderen geraten in wahre Verzückung, wenn sie auf das Backhendl zu sprechen kommen, das sie schräg gegenüber, im Gasthof Orasch (vom Flughafen kommend links) auf den Tisch bekommen.

Zwischen den beiden Gasthöfen – ich denke, jeder ist ein Insider-Tipp für sich – gibt es keine Grauzone, höchstens die Straße, die sich an der kleinen Kirche vorbei in Richtung Maria-Saaler Berg schlängelt. Man koexistiert nebeneinder und jeder hat seine eigene Fangemeinde. Die Kärntenblogger fühlen sich beim Lutschounig (auch “Lutsche” genannt) sehr wohl. Sowohl die Brettljause, die Käsnudel oder auch der “Indidaner” (aufgeschnittener Bisquit-Krapfen übergossen mir reichlich Schlag und Schokolade) sind schon eine Sünde wert! Ja und auch wer es gerne urig mag, also von Zeit zu Zeit geerdet werden muss, ist beim Lutschounig richtig. In der gemütlichen Gaststube trifft der Bauer den Feuerwehrkommandanten und der gerade in Klagenfurt gelandete Pilot den Bauarbeiter. Ach ja: Und der Wirt, Herr Karl, erzählt natürlich die besten Geschichten über Land und Leute. Die kennt er nämlich wie kein anderer! Reinsetzen und Ohren spitzen.
Anfahrt von Klagenfurt bzw. Villach nach St. Georgen am Sandhof
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