22.09.08
Primärliteratur zum Millstätter See

Urteil einer Einheimischen: Hier drin steht (fast) alles, was man derzeit als Gast über die Region Millstätter See wissen muss. Vielleicht besser, sicherlich aber glaubwürdiger als jeder Reiseführer.
Insider-Infos für Ihren Kärntenurlaub

Urteil einer Einheimischen: Hier drin steht (fast) alles, was man derzeit als Gast über die Region Millstätter See wissen muss. Vielleicht besser, sicherlich aber glaubwürdiger als jeder Reiseführer.

Huch! Wenn das der Landeshauptmann von Kärnten liest…. Die Türkei liegt nämlich – mitten in Kärnten! Genauer: In einem kleinen Seitental ganz in der Nähe des Faaker Sees. Drinnen im türkischen Valley erwarten den hoffnungsvollen Kosmopoliten allerdings keine Döner-Buden und Moscheen, sondern gezählte elf Einfamilienhäuser, das Plätschern eines kleinen Baches, Blumenwiesen und Grillenzirpen und – am Ende der asphaltierten Taleinfahrt – der “Türkenbrunnen” als Labestation für alle, die von hier den Waldpfad in Richtung Faaker See nehmen. Die Kärntner Türkei ist sozusagen eine Oase der Ruhe und schön zu durchwandern.

Zu dem eigenwilligen Talnamen kams (in der Kurzfassung) so: Bei ihrem dritten Einfall in Kärnten schlugen die Türken ihr Lager in diesem Tal auf. Wundert nicht weiters: Schöne flache Wiesen, beiderseits gut geschützt durch bewaldete Bergwälle, ganz nahe am strategisch günstig gelegenen Villach. Das hat sich seinerzeit quasi aufgedrängt als Basislager.

Uns hat sich etwas anderes aufgedrängt: Dieser formvollendete Parasol gleich neben der Straße, der schließlich in Butter herausgebraten und leicht gepfeffert und gesalzen zwischen zwei Semmelhälften sein Ende fand. Eine Art Kärntner Döner, wenn man so will…
Domitian ist der Lokalheilige Millstatts. Weil er seinerzeit, als die Millstätter zwischendurch heidnischen Göttern huldigten, sämtliche Heiden-Statuen in einem katholischen Säuberungsanfall in den See schleuderte. Angeblich waren es an die tausend Statuen, “mille statue” also. Daher der Name. Historiker können bei dieser Herleitung des Ortsnamens Millstatts zwar nur milde lächeln – aber die Story ist doch schön. Genauso wie der “Domitianweg”. Ein Rundkurs ab/bis Millstatt, der übers Hochplateau führt und ca. 6 bis 7 Stunden Gehzeit in Anspruch nimmt. Er ist erstaunlich gut beschildert, Sich-Verlaufen ist fast unmöglich. Zum Teil führt auch ein anderer Pilgerweg in Kärnten, der Hemma-Pilgerweg, entlang dieser Route.

Vorweg: Die Mühe einer frühen Morgenwache lohnt sich – für einen Sonnenaufgang am Millstätter See …

… der Domitianweg führt dann weiter durch schmucke Bauerndörfer wie beispielsweise Obermillstatt …

… über taunasse Wiesen und Felder …

… vorbei an urigen Heu-Manderln …

… und alten Wasser-Mühlen …

… bis nach etlichen Stunden wieder das Ziel vor Augen kommt: Millstatt am See…

… und man zum Abschluss noch mal einen Blick auf den “alten Haudegen” Domitian werfen kann, beim Ausgangs- und Zielpunkt im Schillerpark in Millstatt…

… danach ist der Sprung in den See selbstverständlich Pflicht! Bikini/Badehose sollten im Jausenrucksack also noch Platz haben.
Vorweg gesagt: Die Geliebte eines mächtigen Mannes zu sein ist an sich ja nix Heroisches. Aber es erweckt Interesse – noch heute leben schließlich ganze Luder-Generationen gut von ihren G’spusis in besseren Kreisen.
Nun, wie wir wissen, war Katharina Schratt zwar nicht die Angetraute, wohl aber “Kaiserin des Herzens” Franz Josephs. Oder so. Und obwohl die Dame Wienerin war, hinterließ sie Spuren in Kärnten.

Da wäre erst mal die “Villa Helene” in Velden am Wörthersee. Die jetzige Besitzerin erzählte uns (für ein Interview im Alpe-Adria-Magazin, übrigens sehr lesenwert auch für Kärnten-Fans!), dass der Jugendstil-Bau vom Kaiser höchstselbst in Auftrag gegeben wurde: Für seine Katharina Schratt, die hier so etwas wie ein “Klein-Schönbrunn” haben sollte. Mit bescheidenen 40.000 Quadratmeter Grund, für Parkanlagen uns sonstige Spaßivitäten. Davon können Wohnsitz-Suchende am beinah vollverbauten Wörthersee heute allerdings nur träumen…

Zum anderen am “Schrattenfeld” am Längsee. Eine Sammlung von fünf kleinen Höfen, die Ende des 19. Jahrhunderts vom Bruder der Schratt gekauft wurde. Noch heute betreiben die Nachkommen hier, am sonnigen Nordufer des Sees, mehrere Gastro- und Hotelbetriebe, die für gutbürgerliche Küche und herrliche Aussicht bekannt sind. Die Schratt selbst dürfte hier wohl auch hie und da aufgetaucht sein, schließlich hatte sie ein Taufkind am Schrattenfeld.
Sobald sich die Frage nach dem Heiraten, dem ultimativen Bund des Lebens stellt, ist guter Rat teuer. Passt man wirklich zusammen, will und soll man den Bund fürs Leben wirklich schließen, ja oder nein?! In Kärnten, genauer gesagt in der Nähe von St. Veit an der Glan gibt es aber eine gute Möglichkeit, abzuklären, ob es sich lohnt zu heiraten oder ob man es doch lieber bei einer nicht-eingeschriebenen Verbindung belässt. Diese Fragen abzuklären, bevor die Hochzeitsglocken läuten, das Hochzeitskleid angeschafft und die Hochzeitsgesellschaft eingeladen ist, lohnt mehrfach.

In der Nähe von St. Veit (Anfahrtsskizze) gibt es mitten im Wald einen besonderen Felsen. Heiratswillige oder Menschen die sich mit der Frage “Heiraten ja oder nein” auseinandersetzen, können hier, so heißt es, ganz einfach abklären ob sie es tun sollen oder nicht. Der Fels nämlich hat eine kleine Höhle. Und die gibt rasch Antwort. Man nehme einen Stein und versuche diesen in die Höhle zu werfen. Gelingt dies, so kann man sich getrost vor den Traualtar bewegen. Gelingt dies auch nach mehreren Versuchen nicht, sollte man sich das ganze Unterfangen noch mals gründlich durch den Kopf gegen lassen. Scheidungen gibt es bekanntlich schon genug. Hätte alles nicht sein müssen, hätten die glücklich Geschiedenen nur vorher am Heirats-Felsen vorbeigeschaut. Wie beliegt der Heiratsfelsen auch heute immer noch ist, davon zeugen die vielen vielen Steine die entweder in der Aushöhlung oder aber am Boden vor der Felswand liegen…

Anfahrt: Von St. Veit Richtung über Treffelsdorf nach Grasdorf. Durch Grasdorf durch und dann der Asphaltstraße weiter folgend bis nach ca 500 Metern links ein gelbes Schild mit der Aufschrift “Brennstoffe und Dienstleistungen” kommt. Hier das Auto abstellen und dem Forstweg zu Fuß ca 250 Meter entlang gehen bis die Felswand auf der rechten Seite auftaucht.
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Groß und mächtig thront das Benediktinerinnenstift St. Georgen über dem Längsee. Im Stift kann kann man sich einerseits in allen möglichen Dingen unterrichten lassen. Von Kursen wie “Töpfern für Fortgeschrittene” bis hin zu Fastenkuren, Selbstfindungskursen, Managementlehrgängen wird hier ein reichhaltiges Programm geboten. Ein eben solches bieten jedoch auch das Stift selbst bzw. genauer gesagt die Stiftsgärten. Sie bieten dem Betrachter “Die Schönheit der Schöpfung als Erlebnis für alle Sinne”.

Hm… Wer geht, geht in sich, heißt es bekanntlich. Und die Kärntenblogger haben sich – begleitet von einer Katze (siehe Bild!) – in die Gärten begeben und waren als bekennende Nicht-Gartenfreaks ziemlich begeistert. Fanden sie im Garten doch einen Naturspielplatz ebenso wie eine überdimensional große Kräuterspiralle, ein Labyrinth, einen Permakulturgarten oder auch einen Garten, in dem Arzneipflanzen angebaut werden…

An sonnigen Herbsttagen und für alle die am Nachmittag ein wenig zur Ruhe kommen wollen bzw. sollen, sind die Klostergärten ein echtes Erlebnis. Eine Aussichtsplattform für einen Blick über den bezaubernden Längsee gibt es natürlich auch. Und für alle, die das Gärntnern nicht lassen können: Im Garten können Jungpflanzen auch käuflich erworben werden.
Google-Map zum Benediktinerinnenstift St. Georgen am Längsee
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Bei Gott! Es gäbe bessere Möglichkeiten von St. Veit aus nach Straßburg im Gurktal zu gelangen. Die Schnellstraße zum Beispiel. Wer dies tut und von A nach B hetzt, dem entgeht jedoch ein landschaftliches Kleinod, das es absolut in sich hat, nämlich der Gunzenberg. Die kleine Ortschaft liegt auf über 1000 Metern Seehöhe. Da gibt es eine Kirche (sie wird derzeit gerade renoviert), ein Pfarrhaus, zwei Gasthäuser UND eine Sitzbank, von der aus man den Blick vom Krappfeld (der Kornkammer Kärntens) bis weit in den Mittel- und Unterkärntner Raum schweifen lassen kann. Da frägt man sich zwangsläufig, was man zu seinem Glück wohl sonst noch brauchen könnte. Auf dieser Bank in der Sonne zu sitzen und sich von oben herab die dunstigen Bergrücken anzusehen, die für Kärnten typisch hintereinander gelagert ganz unterschiedliche Blautöne ergeben, das ist dann wahrscheinlich die einzige Antwort auf die rhetorisch gestellte Frage. Im Gasthaus Marcher oder der etwas weiter entlang der Straße gelegenen Florianistub’n gibt es herzhaft Zünftiges auf den Tisch. Der Gunzenberg bzw. die gleichnamige Ortschaft ist eine schöne Möglichkeit, dem Neben in den Beckenlagen zu entfliehen. Lohnend vor allem auch deshalb, weil er gut erreichbar ist, und man bekanntlich auch in zwei Stunden die Akkus wieder ganz schön voll laden kann. Auf diesem Bankerl klappt das bestimmt.
Zur gemeinten Bank gelangt man, wenn man an der links von der Kirche gelegenen Friedhofsmauer entlang die Wiese quert. Am Zaun eines Einfamilienhauses steht sie dann und lädt zum Verweilen ein.
Die Landschaft Kärntens ist schön – und eitel! Sie sonnt sich immer wieder gerne mal im Scheinwerferlicht. Die Wörthersee-Filmchen gabs schon unter Hans Moser, selbst Roy Black haben sie überdauert. Zu dieser Leicht-Seicht-Kategorie aber ein ander mal mehr. Weil: Auch das große Kino hat sich dann und wann ins Kärntnerland verirrt, jawoll! Hier der Versuch einer kurzen, sicherlich unvollständigen Zusammenfassung:
“Wie ein Licht in dunkler Nacht”. Einige Szenen der romantischen US-Agentenstory vorm Hintergrund der Nazi-Zeit wurden mit Michael Douglas an der Rosentalbahn gedreht. War damals (1992) wohl die Kärnten-Premiere für den Hollywoodstar. Eine Connection ist aber geblieben: Angeblich lassen er und seine Frau Catherine Zeta-Jones sich noch heute den Saiblingskaviar vom Fischrestaurant Sicher in Tainach über den Atlantik schicken…
“James Bond: Der Hauch des Todes”. 1987 bretterte Bond-Darsteller Timothy Dalton (ich glaub mit dem Ski-Doo) bei einer Verfolgungsjagd die Hänge hinab bis auf die Eisdecke des Weißensees. Sehr actionreich und ohne Rücksicht auf Verluste, ein paar Badehütten fallen der Aktion zum Opfer.
“Der gelbe Rolls Royce” verhalf 1964 Omar Sharif, Ingrid Bergman und Alain Delon zu einem Gastauftritt in Kärnten. Schwer, dazu genaue Infos zu finden. Wer von unseren geneigten Lesern weiß was über die genauen Drehorte?
Und: “Star Wars II”! Angeeeeeblich, das sagte uns jedenfalls ein altgedienter Wörtherseefilm-Kenner, soll der See darin als digitale Filmkulisse Eingang gefunden haben. Warum auch nicht? Werden wir demnächst mal überprüfen!
Nun denn, probiert haben das ja schon einige. Ganz unbescheiden sei hier festgehalten: Die Kärntenblogger haben’s geschafft. Auf Anhieb. Durch das Land zu schauen ist eigentlich easy: Eineinhalb Stunden Gehzeit von der Eisenkappler Hütte auf den Hochobir, und man hat den vollen Durch-, ähhh: Überblick. Hier wäre mal der Blick westwärts, inklusive Klagenfurt, Wörthersee, andeutungsweise Villach, die Taleingänge ins Drau- und Gailtal sowie das Rosental:
Nach Osten dann der Rest: Klagenfurter Becken, Sau- und Koralm, Klopeiner- und Turnersee und, fast vergessen, der niedere Obir im Vordergrund:
Kärnten ist also durchschaubarer, als man meinen möchte… Und der Hochobir ein familienfreundlicher, weil leicht erklimmbarer “Jausenberg”, wie wir alten Bergfexe ein bissl abfällig sagen
So viel Aussicht für so wenig Mühe, das ist ein Hit. Wurde sogar von der Österreich Werbung schon bemerkt. Nur die 6,30 Euro Maut, die man auf der Bergstraße zur Eisenkappler Hütte ablegt, waren ein bissl ein Schock. Auf den wir gleich einen Drink brauchten. Quasi: Hoch-oh-Bier!
Anfahrtsplan von Klagenfurt nach Ebriach, ab hier immer der Beschilderung zur Eisenkappler Hütte nach.

Wenn die Kärntenblogger auf ihren Mountainbikes die Schotterstraße südlich von Klagenfurt entlang radeln, kommt es so gut wie nie vor, dass vor dem kleinen Brunnen am Straßenrand keine Autos parken. Und seitdem der Österreichische Rundfunk im Rahmen seiner Sendung “Kärnten Heute” über die Quelle und ihr besonderes Wasser berichtete, kommen Leute von nah und fern, um sich damit einzudecken. Wenn man einem freundlichen Herrn an der Wassertankstelle glauben kann, so ist das Wasser “gar nichts besonderes” und es “ohnehin völlig egal, ob es nun rechtsdrehend oder linksdrehend sei”. Laut ihm hätte das Wasser dieser Quelle bloß eine natürliche Reinheit, die man heute nur noch selten findet. Nun, das sehen bestimmt nicht alle so. Wie könnte die Quelle sonst auch eine solch große Fangemeinde haben, die auf das Wasser Stein und Bein schwört und folglich alle paar Tage dort vorbeischaut?!
Der Brunnen liegt wie gesagt südlich der Landeshauptstadt Klagenfurt und ist über einen Schotterweg mit dem PKW gut erreichbar. Näheres auf der Google-Map
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Bowling ist heute in aller Munde und angeblich total cool. Hunderte stellen sich beispielsweise in einer Klagenfurter Bowling-Arena in die Schlange um in die verschwitzten Schuhe des Vordermannes schlüpfen zu dürfen. Gegen Bares versteht sich.
Dass es in Kärnten aber auch zahlreiche alte Lehmbahnen gibt, auf denen man auf gut Kärntnerisch “Scheiben”, also Kegeln kann, gerät dabei immer mehr in Vergessenheit. In St. Johann am Pressen, in der Nähe des ehemaligen Knappenortes Hüttenberg, beispielsweise, gibt es so eine Kegelbahn, auf der man sich im “echten” Kegeln üben kann. Auf einer gepflegten Indoor-Bahn kann das schließlich jeder! Die Kegelbahn in St. Johann am Pressen gehört zu einem gemütlichen Gasthaus, in dem sich die “Scheiber” die vom Kegeln leeren Akkus wieder aufladen können. Ein Bierchen unter der Linde wirkt wahre Wunder und trägt nicht selten dazu bei, dass man dann beim Kegeln besser trifft. Die Benützung der Bahn ist für Besucher des Gasthauses übrigens gratis!
St. Johann auf der Google-Map
Tip: In Hüttenberg steht das absolut sehenswerte Heinrich Harrer Museum. Wer schwindelfrei ist, kann sich auch auf den tibetischen Pilgerpfad Lingkor wagen. Heimfahren kann man dann auch über den oberhalb von Hüttenberg gelegenen Ort Knappenberg, der eigentlich genausogut Weltkulturerbe sein könnte. Die unverkennbaren Häuser der Knappen sind direkt aneinander gebaut und nicht zu übersehen. Sehenswert ist in Knappenberg auch das Schaubergwerk.
Wenn manche Orte erzählen könnten, uns allen würd die bloße Angst im Nacken sitzen. Der Wolschart-Wald nahe St. Veit ist so ein Ort. Im 18. Jahrhundert gings hier denkbar ungemütlich zu. Der dichte Nadelwald mitten im relativ flachen Krappfeld war das bevorzugte Rückzugsgebiet von allerlei Gesocks, das als die “Wolschart-Räuber” in die Geschichts- und Sagenbücher Eingang fand. Raubüberfälle auf Reisende und benachbarte Bauernhöfe waren noch das kleinste Übel. Angeblich steckten einige der hohen Herrschaften von St. Veit damals mit den Räubern unter einer Decke. Wer sie dann doch verriet, bekam ihren ganzen Zorn zu spüren. Ein Wirt wurde der Sage nach mit den Beinen an einem Baum gehängt, unter ihm ein Feuer entzunden. Zimperlich waren sie also sicher nicht.
Doch wo viel Schatten, da auch viel Licht (…oder so…) Jedenfalls steht mitten im Wald auch eine Wallfahrtskirche - gleich neben einer ganz alten Waldkapelle. Die Kirche liegt direkt am Hemma-Pilgerweg und das Gasthaus gleich daneben stellt die Verpflegung von ausgepowerten Wallfahrern sicher.
P.S.: Im Zusammenhang mit den Wolschart-Räubern wird auch immer der Kärntner “Robin Hood” (okay, jetzt gibt’s wieder einen, der sich dafür hält….) Simon Kramer genannt, der sich allerdings auch eher durch grausame Verbrechen als durch Mildtätigkeit einen Namen gemacht hatte. Auch er hauste im Wolschartwald. Vor Jahren gab’s mal die Überlegung, den Stoff zu verfilmen, sogar Brad Pitt war für die Hauptrolle im Gespräch. Keine Ahnung, wo das Drehbuch jetzt vergraben liegt…. Vielleicht im Wolschart-Wald…?
Hier der Anfahrtsplan ( ab St. Veit) – ab dem Endpunkt ist “Maria Wolschart” angeschrieben.
Siehe auch den Beitrag “Unter Räubern”
Alle die sofort an den Wolfgangsee denken, wenn sie Weißes Rössl hören aufgepasst! Denn weiße Pferde gibt es nicht nur im schönen Salzkammergut sondern auch im schönen Kärnten. Genauer gesagt am Wörthersee. Noch genauer an der Süduferstraße und ganz genau in Schiefling – Auen. Direkt an der Straße gelegen hat das Rössl-Lokal wahrlich schon bessere Zeiten erlebt und auch der Service ist eher rustikal. Ein Stopp lohnt sich dennoch. Besucher des Weißen Rössls sitzen direkt am azurblauen Wasser des Wörthersees und können die alte Anlegestelle der Wörtherseeschifffahrt sogar bequem als Gratis-Badeplatz nutzen. Viel Platz gibt’s zu Lande und am Steg nicht. Aber wo ein Wille, dort bekanntlich auch ein Weg.
Tip: Wer nicht mit Auto oder PKW anreisen will, der kann sich mit einem Schiff der Wörtherseeflotte – am besten mit dem ältesten Schraubendampfer Mitteleuropas, der Thalia – zum Weißen Rössl chauffieren lassen. Die Schiffe halten hier nämlich bei der gleichnamigen Anlegestelle direkt neben dem Lokal. Nach einem Zwischenstopp bei Berner-Würstel mit Salat oder kleinen Bier geht es dann mit dem nächsten Dampfer weiter. Schiff ahoi!
Fahrplan der Wörtherseeschifffahrt
Das Weisse Rössl auf der Google-Map
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Der Selbstversuch hat’ s gezeigt. Im Seebodner Nostalgiebus brechen auch vermeintlich Erwachsene in kindliche Begeisterung aus. Der Postbus aus dem Jahre Schnee ist schon seit einigen Sommern eine Riesen-Attraktion für Urlauber und Einheimische in Seeboden am Millstätter See. Er fährt zwischen 18. Juni und 21. September mehrmals täglich seine zwei Routen durchs Gemeindegebiet, und das für viele Leute gratis (Kinder, Schüler, Lehrlinge, Menschen mit Behinderung und Gäste mit der Millstätter See Inclusive Card). Für den Rest kostet eine Fahrt 1 Euro.
Das 50er-Jahre-Feeling wird vom original-fidelen Busfahrer wunderbar ergänzt. Da wird im Kreisverkehr schon mal eine Ehrenrunde gedreht oder mitten auf der Landstraße gestoppt – denn der Fahrer wird von Anrainern entlang der Route netterweise mit Trinkbarem (Anti-Alk, natürlich) versorgt. Ein bissl ist das ganze wie im Heimatfilm: Der Bus kommt, Passanten winken, die Insassen winken zurück und als Dankeschön gibt’s das melodische Post-Hupen des alten Brummers. Unglaublich! Aber lustig…!
Hier die Details: Einstiegsstelle in Seeboden bzw. Fahrplan

“Frische Eierschwammerln” steht da auf einem Schild in der Gemüseabteilung vom Supermarkt um die Ecke. Ein flüchtiger Blick genügt aber, um festzustellen, dass es sich bei den verschrumpelten Teilen nur um importierte Ware handeln kann. Aber mal im Ernst: Wer wird denn Eierschwammerln (unsere Deutschen Freunde nennen sie bekanntlich Pfifferlinge) im Supermakrt kaufen? Schon gar in einem Eierschwammerljahr wie diesem? Genau! Und deshalb heißt es rein in die Wanderschuhe, Rucksack umgeschnallt und hinein in den Wald. Eierschwammerln wachsen heuer beinahe überall. Und ihre gelbe Tarnung ist ja nicht wirklich perfekt. Also: Augen auf! Die Pilze – sie sind innen hohl und werden deshalb auch Röhrlinge genannt – mögen es gerne feucht und warm. Die Tage nach einer Niederschlagsperiode bieten also perfektes “Schwammerlwetter”. Und wer wirklich Schwammerln finden will, zieht den Jungwald dem Hochwald (Wald mit hohen Bäumen) vor.
Tip: Ein echter Schwammerlsucher (auch Schwammerlklauber genannt) wird “seine” Platzerln nie genau bekannt geben. Im schlimmsten Falle sogar falsche Fährten legen. Das machen die Kärntenblogger aber nicht. Hier also einige vage Hinweise, wo eventuell Schwammerln zu finden sein könnten… Saualpe ober Eberstein, die Gegend rund um Diex (übrigens der sonnigste Ort Österreichs!) am und rund um den Paramidenkogel, die Gegend rund um Sörg oder auch die sanft bewalteten Hügel um Kraig. Siehe auch Google-Map!
Ach ja, wir waren gestern im Wald. Und wie ich schon sagte: Es ist ein Schwammerljahr heuer… Hier die Bilder

Die Burg Hochosterwitz in der Nähe von Launsdorf ist schon impossant und ein Besuch sollte wirklich in keinem Kärntenurlaub fehlen. Und dem entsprechend wälzen sich im Sommer tausende Besucher durch diese Attraktion in der Nähe von St. Veit an der Glan, weil ein Kärntenurlaub ohne Besuch der Burg ja quasi kein Kärntenurlaub war. Ein Insidertip ist die Burg also eher nicht. So weit so gut.
Die meisten Besucher der Burg wissen aber gar nicht, was es unweit dieser Touristenattraktion noch zu sehen und zu entdecken gibt. Am Wegesrand quasi. Man kommt im PKW direkt daran vorbei, fährt jedoch weiter und lässt St. Donat einfach links liegen. Doch das hat sich der kleine Ort gar nicht verdient!
In die Kirche von St. Donat sind wie auch dem nahe gelegenen Prunnerkreuz zahlreiche vorkeltische Skulpturen und Inschriftentafeln aus der Römerzeit eingemauert worden. Darunter ist auch das Bildnis einer überbroßen sitzenden Frau, die als Riesin von St. Donat in den Geschichtsbüchern steht. Neben dieser Figur, sie ist kopflos und kommt einem dadurch ziemlich gespenstisch vor, gibt es weitere in die Kirchenmauer eingelassene Skulpturen, so etwa das aus der Steinzeit stammende Froschmaul, angeblich die älteste Kopfskulptur Europas.
Und wen nach der Besichtugung der Kirche der kleine oder große Hunger plangt, der ist im direkt nebenan gelegenen Gasthof Prettner gut aufgehoben (unbedingt die Käsnudeln probieren!). Tip: Das Gasthaus wird gerade umgebaut und ist ab 1. August 2007 wieder geöffnet. Also: der Auskenner rast nicht wie alle anderen zur Burg Hochosterwitz, sondern macht am Weg dorthin so manch interessante Entdeckung!
St. Donat und die Burg Hochosterwitz auf der Google-Map
Weil gerade Bachmannpreis-Zeit ist in Klagenfurt: In-Sich-Gehen, die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit und zugleich der wehmütige Blick zurück in die eigene Kindheit – all das schwingt mit in Ingeborg Bachmanns Erzählung “Drei Wege zum See”. Auch wenn nicht wörtlich genannt, spielt die Handlung rund um die Protagonistin Elisabeth Matrei in der Heimatstadt Bachmanns – in Klagenfurt. Hier, am Naherholungsgebiet Kreuzbergl, ließ sich wohl die Autorin selbst oft treiben und irrleiten im Labyrinth aus kleinen Waldwegen, gut geschützt vor Sonne und Wind durch große, alte Buchen.
Hier kann man auf Bachmanns Spuren wandeln, vielleicht mit dem Erzählband “Simultan” (der auch die “Drei Wege zum See” enthält) im Gepäck und sich zwischendurch in die gedankliche und niedergeschriebene Welt der genialen Kärntner Literatin entführen lassen. Je nach Fitness, Zeitbudget und Laune geht’s hinaus bis zum Wörthersee, oder man macht kehrt auf einem der vielen Wege, die wieder zurück in die Stadt führen.
Der Ausgangspunkt des Bachmannweges am Kreuzbergl befindet sich nur ein paar von der Kreuzberglkirche entfernt. Hier die Übersichtskarte mit Startpunkt am Botanischen Garten (wo sich auch ein Parkplatz befindet).
Wer sich auch für Wohnhaus oder Grabstätte der Bachmann interessiert, sollte sich die Gratis-Infobroschüre “Literaturwandern” besorgen. Erhältlich beim Klagenfurter Tourismusbüro, das derzeit wegen Umbauarbeiten des Büros in einer Hütte am Neuen Platz zu finden ist.
Sommerzeit heißt Badezeit. Und wenn alle baden wollen, dann führt dies häufig zu Parkplatzproblemen bzw. dazu, dass man am Badestrand fast schon übereinander liegt. Die Kärntenblogger haben sich umgesehen und den Kraigersee entdeckt. Er liegt nahe der kleine Ortschaft Kraig, die wiederum einen Katzensprung nördlich der hübschen Bezirksstadt St. Veit an der Glan liegt. Hier geht es beschaulicher und ruhiger zu. Hier regenerieren die Einheimischen und mancher Urlauber, der sich hierher “verirrt”.
Die hier veröffentlichten Bilder entstanden an einem Sonntag, an dem es sage und schreibe 29 Grad Celsius hatte. Dennoch hatte wahrscheinlich jeder der anwesenden Badegäste nicht nur viel Platz, Ruhe und Frieden, sondern auch einen Schattenplatz für seinen PKW. Wo gibt es das sonst?!
Tip: Allen die dem Badespaß am Kraigersee einen Spaziergang im nahe gelegenen Wald vorziehen, ist der Panoramaweg empfohlen. Er führt zu den Ruinen der Kraigerschlösser bis zum wunderschönen Schloss Frauenstein.
Kraigersee und Schloss Frauenstein auf der Google-Map
Bilder zu dieser herrlich verwunschen Landschaft gibt es hier.
Kärntenblogger-Tip:
Die schönsten Gratis-Badeplätze rund um den Wörthersee (Südufer)
Die schönsten Gratis-Badeplätze rund um den Wörthersee (Nordufer)
Auf der Saualpe in Kärnten gibt es einen Brunnen, dessen Wasser heilende und verjüngende Wirkung nachgesagt wird. Es ist nicht ganz einfach ihn zu finden (siehe unten!), dennoch ist der “Laren Sack”-Brunnen (das steht übrigens für “leerer Sack”), wie er auch genannt wird, ein echtes Highlight. Die heilende Wirkung des Wasser ist seit Jahrhunderten bekannt. So ließen bereits die Grafen Christallnigg, sie residierten im 16. Jahrhundert in einem vornehmen Palais in der Klagenfurter Herrengassse nach dem Wasser schicken, wenn sie sich gesundheitlich nicht wohl fühlten. Ein Jäger musste sich dann auf den Weg zum Brunnen machen und das Wasser nach Klagenfurt bringen. Kein leichtes Unterfangen, so ganz ohne Motorisierung…
Die Anfahrt zum Jungbrunnen ist – wie gesagt – nicht ganz einfach, zahlt sich aber in jedem Fall aus und kann auch gut mit einem kleinen Spaziergang (vom Autoabstellplatz bis zum Brunnen ca. 1,5 Stundne hin und zurück) kombiniert werden.
Anfahrt / Zugang: Mit dem PKW von Eberstein im Görtschitzttal aus nach St. Oswald (schöne Kirche) und dann weiter hoch bis man an einem Gasthaus namens “Druckerhütte” vorbeikommt. Von hier aus der Straße weiter folgend, bis nach einer leichten Rechtskurve eine Forstraße nach links (Richtung Weissberger Hütte und Breitofner Hütte) in den Wald abzweigt. Hier das Auto stehen lassen (einige Parkplätze sind vorhanden). Zu Fuß geht es nun entlang der gut ausgebauten Forstraße weiter. Bereits hier gibt es eine rot weiss rote Markierung. Dieser einfach folgend bis zur ersten Gabelung (links halten) bergab zur zweiten Gabelung (rechts halten). Von hier aus dem noch immer rot weiss rot markierten kleinen Weg folgen, der direkt am rechts vom Weg gelegenen Jungbrunnen vorbeiführt. Den Schluck eiskaltes Wasser hat man sich redlich verdient. Den Brunnen zu erreichen ist eigentlich kein Problem, solange man sich an die gut sichbare rot weiss rote Markierung hält.
Die Google-Map hilft nur wenig weiter, soll hier aber dennoch nicht fehlen. Hier gibt’s einige Fotos.
Die Künstlerstadt Gmünd in Oberkärnten gelegen, ist schon für sich genommen einen Besuch wert. Vor allem für Urlauber aus Deutschland empfiehlt sich ein kurzer Abstecher bei der An- oder Abfahrt, da für sie Gmünd quasi direkt auf der Strecke liegt. Etwas außerhalb der kleinen Ortschaft, steht eine Kirche, wie es sie in dieser Form weltweit wohl kein zweites Mal zu sehen gibt. Eine Kirche nämlich, durch die eine Straße führt. Richtig gelesen: Eine Straße! Kein Scherz!
Der Altarraum des Gotteshauses ist vom Rest der Kirche getrennt. Und wenn mitten während der Eucharistie zwischen erster und zweiter Lesung aus dem Buch Jesaja ein Auto mitten durch die Kirche flitzt, kann man auch nichts machen. Wer also schon in Gmünd ist, der sollte sich unbedingt auch die geteilte Kirche ansehen. Sie ist mit dem Auto etwa eine Minute entfernt und ein echter Hingucker.
Hier das Ganze auf der Google-Map