14.08.09
Posted in Abchillen, Augen weiden, Essen & Trinken
at 21:27
“Danke für Ihren Besuch”, ruft uns der Wirt beim Verlassen des Monte Christof nach. Die Kärntenblogger halten kurz Inne und denken sich dann “Stimmt! Das war eigentlich ein Besuch”. Und einen solchen Gedanken hatten wir schon lange nicht mehr obwohl wir gut, gerne und oft in Gast- und Wirtshäusern einkehren. Aber eine Lokalität wie das Monte Christof will erst mal gefunden sein!

Der Christofberg als solcher will erst einmal gefunden sein! Für Görtschitztaler ist das vielleicht nicht ganz so schwer. Aber was soll man machen, wenn selbst die Görtschitztaler dort, wo es sprichwörtlich um die Wurst geht, falsch abbiegen?! Dort wo man auf einem Schild nämlich “Jausenstation” Chrisofberg liest und gleich an Brettljause garniert mit Kastelruther Spatzen aus der Konserve denkt! Biegt man hier nach links, kommt man nach einigen Kilometern Schotterstraße zur Kirche am Christofberg. Das heißt eigentlich zum Gasthof Messner aber heute wird beim Schild schließlich nach rechts abgebogen. Und wenn man das tut, so steht man einige Kilometer weiter bergan vor einem kleinen, vor kurzer Zeit renovierten Gasthaus.

Aber die Kärntenblogger natürlich nicht faul! Zuerst ein paar Schritte gehen, eh klar. Am Schotterweg rund um das Monte Christof herum ein wenig bergab hat man einen wunderprächtigen Blick über das Kärntner Unterland. Und hätte zwischenzeitlich jemand die Karawanken weggetragen, man würde bestimmt bis nach Rijeka sehen. So ist bei den Karawanken Schluss, der Blick jedoch dennoch traumhaft. Ein Bankerl gibts auch. Was will man mehr! Nun ja, ein Kaffee wäre nicht schlecht. Also nichts wie hinein ins Monte Christof. Und das war für uns die eigentliche Entdeckung des Tages.
Man ist hier im Grunde genommen bei zwei Leuten zu Hause zu Gast. Zwar steht Jausenstation drauf aber es ist doch irgendwie anders. Statt der Bar ein gemütliches Sofa, statt Ö3 aus dem Lautsprecher der Duft von Räucherstäbchen, statt Wiener mit Pommes ein Wirt, der das alles nicht muss und sehr genaue Vorstellungen davon hat, wen er hier bewirten möchte. Schließlich ist das sein zu Hause und alles kann aber er nix muss, eh klar! Da sitzt man dann im Garten, schlüft den Kaffee und schaut der Katze beim Herumlungern zu. Das Rauschen der Blätter im Wind wird leiser und man hört… hat da jemand klassische Musik aufgelegt? Ja man hat!

Reisebusse wird man hier keine finden, das ist klar. Wer zum Essen kommt ruft vielleicht am besten vorher an (0664 – 94 26 402) und sagt bescheid. Dann wird für die Gäste mitgekocht. Wer mag kann auch zum Grillen kommen und kann in diesem Fall sein Fleisch sogar selber mitnehmen. Die Kärntenblogger werden auf jeden Fall bald wieder vorbeischauen bei dieser so untypische Jausenstation.
Ach ja: Unbedingt auch die Homepage vom Monte Christof ansehen. Sie ist wie schon die Lokalität besonders!
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28.07.08
Posted in Augen weiden, Essen & Trinken, Familientipp
at 10:30
Wir Kärntenblogger haben ja bereits mit einigen Posts bewiesen, dass wir für unsere Leser schon mal hoch hinauf steigen um hier Geheimtipps zu posten, mit denen man bei seinem Kärntenaufenthalt “hoch hinaus” kommt. Und die Alexanderhütte hoch über dem Millstättersee passt uns da wunderbar ins Konzept.

Erstens, weil man rund um den Millstättersee wohl kaum einen Jausentisch finden wird, von dem aus man eine bessere Aussicht hat. Zweitens, weil man von der Alexanderhütte aus in jede Richtung losmarschieren kann und innerhalb einer Stunde zur nächsten Hütte gelangt. Ja und dann gibt es neben der Aussicht, der Lage, der sagenhaft frischen Buttermilch (!) noch ein paar andere Gründe, die für die Alexanderhütte sprechen: Eine Blumenwiese gleich hinter dem Haus, die zum Entspannen einlädt etwa. Ein Höhenrundwanderweg, der den Wanderer zu den schönsten Gipfeln der Rocky ähem… Nocky Mountains sprich “Nockberge” führt, darunter so klingende Namen wie Tschiernock oder Hochpalfennock.

Ja und last but not least auch die Tatsache, dass die Alexanderhütte mit dem PKW super-easy zu erreichen ist. Wobei… super-easy ist ein dehnbarer Begriff 2000 Meter über dem Meer. Die letzten 20 Minuten von der Schwaigerhütte nämlich nimmt man zu Fuß. Und das empfiehlt sich wirklich, weil sonst die Jause bekanntlich gar nie richtig schmecken kann.

Anfahrtstipp: Von Millstatt nach Ober-Millstatt und die Tschierweg-Staße immer bergan bis man den Parkplatz bei der Schwaigerhütte erreicht. Hier PKW abstellen und zu Fuß weiter zur Alexanderhütte. Von hier aus gehts gleich weiter zur Sommereggerhütte oder über den Jagasteig zur Hansbauerhütte (beide bewirtschaftet). Von der Alexanderhütte kann man auch den Höhenrundwanderweg in Angriff nehmen, der in mehreren Varianten aber schon einige Kondition benötigt.
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16.06.08
Posted in Augen weiden, Besonderes, Essen & Trinken, Kärnten entdecken, Orte mit einer Story
at 12:44
Vorweg gesagt: Die Geliebte eines mächtigen Mannes zu sein ist an sich ja nix Heroisches. Aber es erweckt Interesse – noch heute leben schließlich ganze Luder-Generationen gut von ihren G’spusis in besseren Kreisen.
Nun, wie wir wissen, war Katharina Schratt zwar nicht die Angetraute, wohl aber “Kaiserin des Herzens” Franz Josephs. Oder so. Und obwohl die Dame Wienerin war, hinterließ sie Spuren in Kärnten.

Da wäre erst mal die “Villa Helene” in Velden am Wörthersee. Die jetzige Besitzerin erzählte uns (für ein Interview im Alpe-Adria-Magazin, übrigens sehr lesenwert auch für Kärnten-Fans!), dass der Jugendstil-Bau vom Kaiser höchstselbst in Auftrag gegeben wurde: Für seine Katharina Schratt, die hier so etwas wie ein “Klein-Schönbrunn” haben sollte. Mit bescheidenen 40.000 Quadratmeter Grund, für Parkanlagen uns sonstige Spaßivitäten. Davon können Wohnsitz-Suchende am beinah vollverbauten Wörthersee heute allerdings nur träumen…

Zum anderen am “Schrattenfeld” am Längsee. Eine Sammlung von fünf kleinen Höfen, die Ende des 19. Jahrhunderts vom Bruder der Schratt gekauft wurde. Noch heute betreiben die Nachkommen hier, am sonnigen Nordufer des Sees, mehrere Gastro- und Hotelbetriebe, die für gutbürgerliche Küche und herrliche Aussicht bekannt sind. Die Schratt selbst dürfte hier wohl auch hie und da aufgetaucht sein, schließlich hatte sie ein Taufkind am Schrattenfeld.
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23.03.08
Posted in Essen & Trinken
at 17:07

Wir befinden uns bekanntlich im “Jahr der Kartoffel”. Welcher Kulinarik-Tipp könnte da besser passen als Kärntens einzige – zumindest uns bekannte - “Patateria”? Das “Ofenloch” in Seeboden am Millstättersee setzt schon seit Jahren auf die Kartoffel. Hier werden die Erdäpfel sozusagen in allen Aggregatzuständen kredenzt: Als Suppe (2,90 Euro), als Salat, als Beilage, als süße Kartoffelnudeln zum Dessert (4,90 Euro) und logischerweise als der Hauptact am Teller – in Form von Ofenerdäpfeln, mit Fleisch, Gemüse, Fisch und feinen Saucen kombiniert (ab 4,90 Euro). Xund und bekömmlich sind die Knollen angeblich sowieso….
Das Ofenloch ist ganzjährig offen und tischt täglich ab 18 Uhr auf, außer sonntags, da ist Ruhetag. Zu finden mitten in Seeboden, Hauptstraße 85.
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13.02.08
Posted in Essen & Trinken, Sichs gut gehen lassen
at 17:26

Man muss keinen feinen, jahrzehntelang in Haubenküchen geschulten Gaumen haben, um zu erkennen, dass die Küchenchefin vom Kleeblatt in Klagenfurt irgendetwas sehr richtig macht. Was hier auf den Teller kommt, schmeckt vollwertig, ehrlich, frisch. Wie einst zuhaus bei Muttern. 2 täglich wechselnde Menüs (eines davon “Vollwert”) stehen zur Auswahl, neben einer Reihe von Standard-Gerichten und leckeren Nachspeisen. Gekocht wird nur mittags in den bunt ausgemalten, gemütlichen Altbau-Räumen am St. Veiter Ring – und dementsprechend clever ist es daher, zwischen 12 und 1 eine Tisch zu reservieren, falls man essen möchte. Das Service ist flink, die Atmosphäre ruhig, das Ambiente sehr sauber und freundlich.

Wie gesagt: Nahrhafte, biologische Zutaten sind das A und O der Küche von Frau Rieder: Weißmehl, weißen Reis oder Fertigsaucen findet man hier nicht. So viel Achtsamtkeit darf sich dann auch preislich ein bissl auswirken, meinen wir.
Und weil wir schon beim Stichwort “Bio in Klagenfurt” sind: Das Mundauf haben wir einst hier schon abgefeiert. Nach wie vor ein heißer Tipp. Und wer Gesundheit lieber exotisch zu sich nimmt: Das indische Spezialitätenrestaurant “Shiva” in der 8. Mai Straße hat uns zuletzt sehr positiv überrascht. Ayurvedische Küche a la minute. Frisch gekocht ist eben doch – mindestens – halb gewonnen.
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01.02.08
Posted in Augen weiden, Essen & Trinken, Familientipp
at 12:18

Wenn man mit dem PKW wie immer viel zu schnell über die Wörthersee-Autobahn brettert, fällt einem auf Höhe Velden ein weißes Kirchlein auf, das auf einer Anhöhe steht: Sternberg. Die Kärntenblogger kennen dieses Plätzen schon lange. Höchste Zeit also, es hier einmal vorzustellen. Die Kirche und die dazu gehörende Messnerei in der heute ein gemütliches Gasthaus untergebracht ist, sind eigentlich ein Ganzjahres-Tipp. Im Frühling aber ist es hier besonders schön. Wer mit dem PKW über die Bundesstraße von Villach nach Velden fährt, biegt in Lichtpold nach links ab und gelangt über Krottendorf, Sand und Terlach bis zur Kirche nach Sternberg. Ähnlich wie am Magdalensberg kann man aber auch hier die Letzten Meter zu Fuß zurücklegen. Das Auto dann am besten am Bildstock abstellen der nach einem kurzen Steilstück links von der Fahrbahn steht und dann den markierten Weg (W6) entlang gehen der einen in wenige als zehn Minuten zur Kirche führt.

Die Kirche Sternberg ist aus mehreren Gründen sehenswert. Neben dem tollen Ausblick kann man sich an der Hinterseite der Kirche auch einen Römerstein und einen eingemauerten Stein ansehen, auf dem ein Stern abgebildet ist. Die mathematische Gleichung Stern + Berg = Sternberg macht also Sinn.

Wer noch mehr wandern möchte, kann von hier aus in einer Stunde zur Ruine Hohenwart weitergehen. Jene die es gemütlicher mögen kehren beim Messnerwirt ein. Hier aber am besten sicher gehen und vorher anrufen (Tel.: 04252 / 24388) damit man nicht mit leerem Magen vor verschlossenen Türen steht, so wie jüngst die Kärntenblogger.
Hier gibt es weitere Fotos
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12.12.07
Posted in Augen weiden, Essen & Trinken, Familientipp
at 13:19
Die Bewohner von Diex haben es schön. Sie haben nicht nur bereits schon etwas Schnee abbekommen, darüber würde sich halb Kärnten freuen, nein, darüber hinaus leben die Diexerinnen und Diexer auch im angeblich sonnigsten Ort Österreichs. Gemessen an den Sonnenstunden. Und das will was heißen.

Und wenn es mal raus gehen soll aus den Nebelschwaden und man also ein wenig Zeit hat, bietet sich der kleine Ort mit der markanten Wehrkirche geradezu perfekt an, den nebeligen Alltag hinter sich zu lassen. Wenn man von Haimburg kommend quasi durch Diex durchfährt kann man nach der Kirche rechts Richtung Saualpe abzweigen. Man folgt der asphaltierten Straße bis man zum Sapotnigkreuz, einem alten Bildstock gelangt (siehe Markierung in der Google-Map!).

Hier am besten das Auto stehen lassen. Dann nach links abbiegen und der Straße folgen bis sie in eine Forststraße mündet, von der dann ein Waldweg nach rechts abzweigt. Ab hier einfach den Markierungen nach bis zum Sapotnigofen, einer markanten Erhebung mitten im Wald, die den ohnehin tollen Blick noch einmal topt. Kleine Kinder im unbefestigten und steilen Gelände des Sapotnigofens am besten an die Hand nehmen. Den Rundweg zurück zum Auto und nach Diex (Dauer der Runde: 1 Stunde bei gemütlichem Tempo).

Wer jetzt Hunger hat, hat die Qual der Wahl zwischen dem Gasthof Polessnig, dem rustikalen Gasthof Kramer oder, wer es ein wenig feiner möchte, dem Gutshof Goschmar. Die Kärntenblogger haben schon in allen drei Gasthäusern gut gegessen.
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10.12.07
Posted in Essen & Trinken, Familientipp, x-mas & silvester
at 12:18

Er kommt wie gerufen, dieser Komet. “Holmes 17P” kehrt zwar periodisch wieder, war aber bis vor wenigen Wochen nie zuvor so hell wie jetzt. Astronomen erklären das mit einem eventuellen Zusammenstoß von Holmes mit einem Felsbrocken. Aber kindergerechter und zauberhafter finden wir die Erklärung, dass dieser Komet rechtzeitig zur Weihnachtszeit – wie damals der Stern von Bethlehem – einfach hell leuchten wollte. So hell, dass man ihn nun sogar mit freien Auge entdecken kann.

Noch besser sieht man ihn, wenn man Holmes vom “großen Refraktor” aus beboachtet, der auf der Klagenfurter Sternwarte am Kreuzbergl steht. Um ein paar Euro Eintrittsgeld geben die Kärntner Astronomen Führungen und nehmen sich richtig viel Zeit zu faktischen und philosophischen Fragen zu Sternen, Sonnen und Universen. Die nächsten Termine: 15. und 29. Dezember, jeweils um 18 Uhr.
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Unser Tipp zur Stärkung danach: Eine Einkehr beim Schweizerhaus am Kreuzbergl. Nur wenige Schritte von der Sternwarte entfernt gibt’s hier gehobene Küche im gemütlichen Ambiente – und mit herrlichem Blick über die Stadt Klagenfurt.
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06.11.07
Posted in Abchillen, Essen & Trinken, Freizeit, Sichs gut gehen lassen
at 17:08

An ein Lokal kann man verschiedene Ansprüche stellen. An grauen November-Sonntagnachmittagen geht’s uns um meistens um folgendes: Eine große Kaffee- und Teekarte, eine ansprechende Zeitungs- und Zeitschriftenauswahl, chillige Musik, aufmerksames Personal und das ganze in einer warmen Wohlfühl-Stube bitte, in der es nicht zugeht wie im Taubenschlag.

Wo zu finden? Im “Cafe & Buch” in der Pernhartgasse in Klagenfurt, gleich gegenüber vom Hotel Sandwirth. Zwar sehr klein (5 oder 6 Tische nur), dafür mit prall gefülltem Bücherregal und vom Raumgefühl her – nicht nur altbaubedingt – sehr stilvoll. Die Klientel angenehm. Und die Preise sehr moderat. Prädikat besuchenswert!
Hier geht’s zum “Cafe & Buch”. Geöffnet täglich von 10 bis 22 Uhr.
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23.10.07
Posted in Abchillen, Essen & Trinken, Shopping, schlechtwetter-action
at 18:31

In unsrer Alles-allzeit-Gesellschaft kommt es selten vor, dass etwas nicht oder nicht mehr zu haben ist. Außer bei Büchern. Der mitleidige “Leider-vergriffen”-Gesichtsausdruck eines Mitarbeiters in einer Buchhandlung ist schrecklich, man mag ihn nicht sehen und das Gesagte nicht hören. Zuletzt, beim Heyn, wies mich die Dame aber auf einen echten Geheimtipp hin: Das “Antiquariat in den Bärenlauben”, versteckt im schönen Innenhof des Klagenfurter Rathausgebäudes.

Nun, was soll ich sagen? Dreimal war ich dieses Monat schon dort, jeweils wegen verschiedener Bücher, und jedesmal hatte ich das Ding binnen Sekunden in Händen. Teils zu Spottpreisen um fünf Euro! Ehrensache, dass das Personal zuvorkommend und kompetent ist.
Und weil ich schon in der Gegend war, stolperte ich gleich um die Ecke noch auf einen Verlängerten ins “Kaffeehaus zum Goldschmied” in der Wiesbadener Straße. Und war schon wieder hin und weg: Mitten im Cafe steht ein Glaskubus, in dem das Atelier des Goldschmieds Herrn Arrich eingerichtet ist. Job und Freizeit, Werkstatt und Kaffeehausatmo fließen ineinander.

Der Kaffee war im übrigen erste Sahne (… auch nicht selbstverständlich…) und damit die Gute-Laune-Wende an diesem feuchten Herbsttag geschafft. I’ll be back!
Antiqariat und Cafe auf Google-Map
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21.10.07
Posted in Abchillen, Essen & Trinken, Wandern
at 19:08
Themenwanderwege sind ja manchmal mehr, manchmal weniger gelungen. Aber bei dem hier hat sich jemand was gedacht: “In-Sich-Gehen” heißt der 2 Kilometer lange Teilabschnitt des Hemmaweges in Sirnitz im Gurktal, bei dem man ausgiebig die eigene Sinneswahrnehmung schärfen kann. Man wandert dem Plätschern eines kleinen Waldbaches entlang und bekommt an den insgesamt neun Stationen interessante Anregungen – wieder mal richtig hinzuhören, den Blickpunkt zu wechseln, geerdet zu werden, zur Abwechslung mal die Vogelperspektive auf sich selbst einzunehmen. Die Ruhe-Therapie verstärkt sich dadurch, dass hier anscheinend kaum Leute herfinden, zumindest bis jetzt… Ein idealer Abschluss ist übrigens eine Einkehr im Restaurant “Zum Widitscher” – solide regionale Küche, aufmerksames Personal, und derzeit sind Wildwochen. Aber auch die Spinatknödel in Pilzsauce waren nicht von schlechten Eltern.
Genauer Lageplan hier. Anfahrt am besten über Feldkirchen ins Gurktal.
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02.10.07
Posted in Essen & Trinken, Shopping, Sichs gut gehen lassen
at 13:32

Es ist ja nicht so, dass wir nicht gern hin und wieder mal über die Grenze rutschen würden. Aber! Nach einer gerammelt vollen Arbeitswoche sitzt man am Wochenende manchmal doch lieber in der Sonne als im Auto. Das “Cena” kann trotzdem durch und durch italiano werden. Dank dem original italienischen Lebensmittelladen an der Maximilianstraße, der da vor ein paar Monaten in Klagenfurt aufgesperrt hat. Villach kam ja schon vor ein paar Jahren in diesen Genuss.

Nur soviel: Rucola, der nach Rucola duftet. Käsesorten, die alle gleich aussehen und alle unterschiedlich schmecken. Lange Regalfluchten voller Öle, Pasta, Vini oder Dolci. Mamma mia! Dreimal die Woche kommt frische Lieferung, im Vergleich zum Markt – wo’s auch italienische Spezialitäten gibt – hat dieser Laden hier durchgehende Öffnungszeiten. In Kombi mit diesem deppeneinfachen Kochbuch war der vergangene Samstag kulinarisch dann echt eine – hausgemachte – Wucht. Kann man sich merken…!
Lageplan des Italo-Laden
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10.09.07
Posted in Essen & Trinken, Menschen, Veranstaltungen & Feste, Wandern
at 17:17

Ab einer gewissen Seehöhe (über die genaue Grenze wird gestritten) ist man per Du, basta. Deshalb tönt einem schon ein lautes, fast bayrisches “SAVUS!” von der Theke her entgegen, sobald man die Petodnighütte im Langalmtal bei Kaning betritt. Das Reich von Wirtin Karin: Eine große Blonde mit Lady-Di-Frisur, die mindestens so gut Krapfen backen kann wie Witze erzählen. Eine, die ihre Gäste bewirtet und unterhält. Und deren Arbeitsuniform ihr von ihren Stammgästen irgendwann den Beinamen “Lederhosenwirtin” eingebracht hat.
Seit heuer ist Karin nach ein paar Jahren Pause wieder das Original unter den insgesamt elf Hüttenwirten im Wandergebiet in Kaning – einem kleinen Bauerndorf in einem Seitental nahe des Millstätter Sees. Hier, im Nationalpark Nockberge, sollte für jeden Geschmack was dabei sein: Großer Rosennock für Frühaufsteher, Pfannock für Normalo-Wanderer oder der Mühlenwanderweg für Familien – Details dazu hier.
Und weil’s so gut passt, möchte die Lederhosenwirtin am kommenden Samstag (15. 9.) eine neue Tradition einführen. Da veranstaltet sie nämlich das 1. Lederhosentreffen auf ihrer Hütte. Die originellsten Lederhosen werden – nach Männlein und Weiblein getrennt – gekürt. Für Musik, Speis und Trank sorgt freilich die Wirtin höchstselbst. Und für die Gaudi bestimmt auch.
Kaning auf Google-Map. Anfahrt: “Kaning”-Schildern im Ortsgebiet von Radenthein (östlich vom Millstättersee) folgen. In Kaning selbst gibt es dann gelbe Hinweistafeln in Richtung “Langalmtal” bzw. in weiterer Folge “Petodnighütte”.
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13.08.07
Posted in Essen & Trinken, Familientipp, Kraftorte, Wandern
at 09:45

Wir Kärntenblogger haben keinen blassen Schimmer – von Wasseradern, dem Globalgitter oder dem Currynetz. Und Wünschelrutengehen, das überlassen wir eigentlich auch lieber Berufeneren. Aber der Wünschelrutenwanderweg bei Hermagor hat uns dann doch richtig gut gefallen. Warum? Weil hier ein – auch kleinkindtauglicher – Waldweg zwar inszeniert wird, aber nicht künstlich aufgemascherlt. Und weil man als Wandernder einen Sinn dafür entwickelt, dass die Natur von mehr beeinflusst wird als von Wind und Wetter – und Klimawandel. Dass es einen Grund dafür gibt, warum Bäume krumm wachsen, Krebs-Geschwüre ausbilden oder dass die Stellen für Bildstöcke selten zufällig gewählt sind…
Wer selbst mal die Wünschelrute schwingen möchte: Im nahe gelegenen Gasthaus “Beim Bachmann” (übrigens bekannt für vorzüglichen Biolachs und saisonale Schmankerl aus der Region…) gibt’s einen Übungsparcours für Anfänger.
Lageplan hier!
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30.07.07
Posted in Abchillen, Augen weiden, Essen & Trinken, Menschen, Sichs gut gehen lassen
at 11:49

… dann findet man sich schon mal vor einer Bretteljause im 9. Schwierigkeitsgrad – also quasi: überhängend. Die Portion wurde uns für “Eineinhalb-Personen” verkauft (10 Euro), drei wären wohl auch satt geworden. Aber lecker wars! In Eddy’s Mosthof gibt’s nur Hausgemachtes bzw. von den bäuerlichen Nachbarn Geliefertes.
Das ist noch nicht alles, was der Mosthof im Lavanttal kann. Für uns war’s die erste Buschenschank, die teilweise auf Selbstbedienungs-Basis funktionert. Im Keller gibt’s drei Mostsorten zum Selbstzapfen, während man dem Wirt beim Jause-Anrichten zuschauen und ein bissl mit ihm plaudern kann. Für Gruppen lässt sich Eddy Klemel schon mal was einfallen, nicht selten, dass die Jause dann mit brennenden Sternspritzern serviert wird.
Schön die Aussicht vom Gastgarten hinüber auf St. Georgen und die Koralpe. Wir haben den Ausflug ins Lavanttal verbunden mit einem Abstecher zur Maria-Schell-Ausstellung in Schloss Wolfsberg (noch bis 28. Oktober). Der Mosthof ist im Sommer aber nur samstags (ab 16 Uhr) und sonntags (ab 14 Uhr) offen.
Anfahrtsplan hier!
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18.07.07
Posted in Abchillen, Essen & Trinken, Sichs gut gehen lassen
at 16:07

Mein Gott ist das heiß! Diesen Satz habe ich heute bereits 17 Mal gehört. Dabei ist es erst kurz nach 15 Uhr. Und wirklich: Die Hitze hat Kärnten fest im Griff. Nun gut. Wäre es zu kalt, würde es uns auch nicht passen. Zur aktuellen Hitzewelle sind mir jedoch ein paar lauschige Plätze in Klagenfurt eingefallen, in denen es sich auch bei hohen Temperaturen prima aushalten lässt. Und das ganz ohne Klimaanlage, dafür bei einem kühlen Getränk.
- Das ist einmal das Gasthaus Pumpe. Der Innenhof ist super schattig und solange man sich nicht bewegt, lässt es sich hier prima aushalten. Zum reichhaltigen kulinarischen Angebot wie zum herben Charme der hier arbeitenden Kellnerinnen habe ich am kulinarisch Reisen Blog ein paar Zeilen verloren.
- Ein guter Tipp für heiße Tage ist auch das Lokal Bei Uns, das angeblich erste Klagenfurter Stehcafe. Es liegt in einem alt-ehrwürdigen Innenhof mit sehr dickem Gemäuer in der Herrengasse. Im Bei Uns kann man bei einem kleinen Bier und der Wiener Stadtzeitung heiße Nachmittage sehr gut über sich ergehen lassen. Ach ja das Bier: Dieses kann im Bei Uns schon mal fünf Minuten dauern. Es hat dafür jedoch extra wenig Kohlensäure, ist extrem süffig und zudem gezapft wie aus dem Bilderbuch.
- Auch das Gasthaus Wienerroither ist für heiße Tage ein ebenso heißer Tipp. Hier trifft sich Klagenfurt auf ein schnelles Mittagessen oder gönnt sich im schattig-kühlen Innenhof eine kurze Pause.
- Und last but not least ist hier auch die Vinothek Lerch zu nennen. Sie liegt unweit des Alten Platzes in der Wienergasse und bietet neben erlesenen Weinen, einer super leckeren italienischen Jause vor allem auch eines: kühlenden Schatten. Und was will man an Tagen mit 38 Grad Celsius mehr?!
Ja und wem es jetzt noch immer viel zu heiß ist, der geht am besten in den kühlen Wald und sucht Schwammerln. Das hilft angeblich auch gegen die Hitze.
Hier die Google-Map zu den Lokalen
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09.07.07
Posted in Essen & Trinken, Menschen, Sichs gut gehen lassen
at 12:34

Qualität setzt sich nun mal durch. Und sie spricht sich rum. Kommt in Kärnten das Gespräch auf Schaumrollen (in Deutschland auch “Schillerlocken”), fällt binnen ein paar Minuten sicherlich ein Name: Rudiferia. Die Traditions-Konditorei in Gmünd macht ja immer wieder mal gut von sich reden (nachschlagen bei Lieser- und Maltatalexpertin Monika!), die Schaumrollen sind aber so etwas wie die “Kernkompetenz” des Familienbetriebes. Viele Jahre schon, seit 1861 genau genommen. Schaumrollen waren früher DIE Süßware auf Jahrmärkten, und da waren die Rudiferias mit ihren Marktstandeln landauf, landab vertreten. Heute stehen Vater Hubert (der 4., siehe Foto) und Sohn Hubert (der 5.) immer noch täglich im Gewölbe der alten Backstube und fabrizieren – nebst anderen süßen “Schweinereien”- hunderte dieser Traum-Rollen.

Das Rezept der Rudiferia-Rolle gibt Hubert senior natürlich nicht preis, Ehrensache. Einen Teil ihres Geheimnisses aber schon: “Es ist ihre handliche Größe. Unsere Schaumrollen sind mundgerecht, machen keine lästigen Brösel.” Wir mutmaßen: Ein bissl ist es wohl auch die persönliche Hingabe, mit der hier gerollt und gefüllt wird. Und das hoffentlich noch viele Generationen von Huberts lang!
Stadtplan: Hier gibt’s die Traum-Schaumrollen.
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06.07.07
Posted in Essen & Trinken, Kärnten entdecken
at 10:36

“Frische Eierschwammerln” steht da auf einem Schild in der Gemüseabteilung vom Supermarkt um die Ecke. Ein flüchtiger Blick genügt aber, um festzustellen, dass es sich bei den verschrumpelten Teilen nur um importierte Ware handeln kann. Aber mal im Ernst: Wer wird denn Eierschwammerln (unsere Deutschen Freunde nennen sie bekanntlich Pfifferlinge) im Supermakrt kaufen? Schon gar in einem Eierschwammerljahr wie diesem? Genau! Und deshalb heißt es rein in die Wanderschuhe, Rucksack umgeschnallt und hinein in den Wald. Eierschwammerln wachsen heuer beinahe überall. Und ihre gelbe Tarnung ist ja nicht wirklich perfekt. Also: Augen auf! Die Pilze – sie sind innen hohl und werden deshalb auch Röhrlinge genannt – mögen es gerne feucht und warm. Die Tage nach einer Niederschlagsperiode bieten also perfektes “Schwammerlwetter”. Und wer wirklich Schwammerln finden will, zieht den Jungwald dem Hochwald (Wald mit hohen Bäumen) vor.
Tip: Ein echter Schwammerlsucher (auch Schwammerlklauber genannt) wird “seine” Platzerln nie genau bekannt geben. Im schlimmsten Falle sogar falsche Fährten legen. Das machen die Kärntenblogger aber nicht. Hier also einige vage Hinweise, wo eventuell Schwammerln zu finden sein könnten… Saualpe ober Eberstein, die Gegend rund um Diex (übrigens der sonnigste Ort Österreichs!) am und rund um den Paramidenkogel, die Gegend rund um Sörg oder auch die sanft bewalteten Hügel um Kraig. Siehe auch Google-Map!
Ach ja, wir waren gestern im Wald. Und wie ich schon sagte: Es ist ein Schwammerljahr heuer… Hier die Bilder
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18.06.07
Posted in Augen weiden, Essen & Trinken, Familientipp
at 11:10
Den Magdealensberg oder gar das Gipfelhaus als Insidertip zu bezeichnen, ginge am Konzept unseres Kärntenblogs vorbei. Außerdem wäre es schlichtweg falsch, weil der Magdalensberg und das Gasthaus auf seinem Gipfel eine Institution sind, die der Einheimische ebenso gut kennt wie der Kärntenurlauber.

Es gibt da aber etwas, das vielleicht nicht jeder weiß. Dass man den Magdalensberg nämlich auch prima auch erwandern kann. Und das hat gleich zwei riesen Vorteile. Erstens tut man etwas für seine Fitness. Zweitens bekommt man durch den gemütlichen Spaziergang durch den Wald, er dauert etwa 40 Minuten, so richtigen Hunger. Und dem braucht man auch, wenn man sich anschließend kreuz und quer durch die Speisekarte essen will. Und nach dem Essen tut die körperliche Betätigung sowieso doppelt gut (Aufstieg = Abstieg).
Hinweis: Sportschuhe sind für den Weg völlig ausreichend. Er ist auch nicht sehr steil und damit auch für Kinder geeignet. Verirren ist ausgeschlossen. Einfach beim direkt an der Magdalensbergstraße gelegenen Bildstock das Auto abstellen und dann immer leicht ansteigend bis zu Gipfel des Magdalensberges. Der Bildstock ist übrigens nicht zu übersehen. Die Magdalensbergstraße führt direkt daran vorbei.
Hier ein paar Bilder und die Anfahrtsskizze
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10.06.07
Posted in Abchillen, Essen & Trinken, Sichs gut gehen lassen
at 18:42
Der Wörthersee wird, bedingt durch die Jahreszeit, immer mehr zum Hotspot des Landes. Die Schattenseite: Immer mehr Leute, immer überfülltere Lokale und immer höhere Preise. Man kennt das. Gut also, wenn man – wie die Kärntenblogger gestern – von Freunden an der Hand genommen und auf eine feine kleine Seeterrasse aufmerksam gemacht wird. Die Linde Seebar gehört zum Hotel Linde, das mitten auf der Halbinsel von Maria Wörth, am Südufer des Wörthersees liegt. Die Bar befindet sich direkt am Wasser und verfügt damit über einen grandiosen Blick. Hier trifft sich wirklich Reich und Schön. Vorzüglich wird mit dem Motorboot über das Wasser angereist. Tip: Zum Käseteller am besten einen Muskateller aus dem Burgenland bestellen, und der Abend ist gerettet! Die Preise in der Linde Seebar sind zwar auf gut Kärntnerisch “geschmalzen”. Aber warum sich nicht manchmal was gönnen?

Die Linde Seebar auf der Google-Map
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