14.08.09
Einkehren im “Monte Christof”
“Danke für Ihren Besuch”, ruft uns der Wirt beim Verlassen des Monte Christof nach. Die Kärntenblogger halten kurz Inne und denken sich dann “Stimmt! Das war eigentlich ein Besuch”. Und einen solchen Gedanken hatten wir schon lange nicht mehr obwohl wir gut, gerne und oft in Gast- und Wirtshäusern einkehren. Aber eine Lokalität wie das Monte Christof will erst mal gefunden sein!

Der Christofberg als solcher will erst einmal gefunden sein! Für Görtschitztaler ist das vielleicht nicht ganz so schwer. Aber was soll man machen, wenn selbst die Görtschitztaler dort, wo es sprichwörtlich um die Wurst geht, falsch abbiegen?! Dort wo man auf einem Schild nämlich “Jausenstation” Chrisofberg liest und gleich an Brettljause garniert mit Kastelruther Spatzen aus der Konserve denkt! Biegt man hier nach links, kommt man nach einigen Kilometern Schotterstraße zur Kirche am Christofberg. Das heißt eigentlich zum Gasthof Messner aber heute wird beim Schild schließlich nach rechts abgebogen. Und wenn man das tut, so steht man einige Kilometer weiter bergan vor einem kleinen, vor kurzer Zeit renovierten Gasthaus.

Aber die Kärntenblogger natürlich nicht faul! Zuerst ein paar Schritte gehen, eh klar. Am Schotterweg rund um das Monte Christof herum ein wenig bergab hat man einen wunderprächtigen Blick über das Kärntner Unterland. Und hätte zwischenzeitlich jemand die Karawanken weggetragen, man würde bestimmt bis nach Rijeka sehen. So ist bei den Karawanken Schluss, der Blick jedoch dennoch traumhaft. Ein Bankerl gibts auch. Was will man mehr! Nun ja, ein Kaffee wäre nicht schlecht. Also nichts wie hinein ins Monte Christof. Und das war für uns die eigentliche Entdeckung des Tages.
Man ist hier im Grunde genommen bei zwei Leuten zu Hause zu Gast. Zwar steht Jausenstation drauf aber es ist doch irgendwie anders. Statt der Bar ein gemütliches Sofa, statt Ö3 aus dem Lautsprecher der Duft von Räucherstäbchen, statt Wiener mit Pommes ein Wirt, der das alles nicht muss und sehr genaue Vorstellungen davon hat, wen er hier bewirten möchte. Schließlich ist das sein zu Hause und alles kann aber er nix muss, eh klar! Da sitzt man dann im Garten, schlüft den Kaffee und schaut der Katze beim Herumlungern zu. Das Rauschen der Blätter im Wind wird leiser und man hört… hat da jemand klassische Musik aufgelegt? Ja man hat!

Reisebusse wird man hier keine finden, das ist klar. Wer zum Essen kommt ruft vielleicht am besten vorher an (0664 – 94 26 402) und sagt bescheid. Dann wird für die Gäste mitgekocht. Wer mag kann auch zum Grillen kommen und kann in diesem Fall sein Fleisch sogar selber mitnehmen. Die Kärntenblogger werden auf jeden Fall bald wieder vorbeischauen bei dieser so untypische Jausenstation.
Ach ja: Unbedingt auch die Homepage vom Monte Christof ansehen. Sie ist wie schon die Lokalität besonders!