30.07.08

Kalmusbad: Ein Badetag wie im Bilderbuch

Posted in Abchillen, Familientipp, Freizeit, Sichs gut gehen lassen at 20:17

Der sommerliche Badetag beginnt meist mit der obligaten Parkplatzsuche. Nach einigen Runden im fahrenden Glutofen greift endgültig die Erkenntnis, dass heute alle anderen wieder schneller am Wasser waren. An der Kasse löhnt man 4 bis 6 Euro (!) um auf der Liegewiese zu erkennen, dass man sich am besten über- statt nebeneinander schlichen sollte. Von lauten Radios, Handy-Schreihälsen und notorisch fehlgeleiteten Fußbällen gar nicht erst zu sprechen. Man kann aber rauch ganz anders baden. Man muss nur wissen wo.

KALMUSBad in Klagenfurt

Die Zutaten zum perfekten Badetag: Genügend freie Parkplätze selbst bei Tagen wie heute mit 30° plus. Alle im Schatten eines kleinen Wäldchens gelegen. Der Eintritt: “Ein Euro für die Benützung der Liegewiese”, steht auf einer Kreidetafel geschrieben. Ach ja. Das ganze Idyll liegt nur ca. fünf Fahrminuten vom Zentrum Klagenfurts entfernt.

Kalmusbad

Dass sich auf der Liegewiese selbst an Hochfrequenztagen nur eine Handvoll Erholungssuchende tummeln, sei nur nebenbei erwähnt. Im Kalmusbad, so heißt dieses magische Plätzchen, gehen die Uhren anders. Gebadet wird im vorbeifließenden Sattnitz-Bach. Der ist zwar nicht so sonderlich tief, zum Schwimmen reicht es jedoch vollauf. Und die Gegenstromanlage hat man quasi inklusive (wobei die Strömung wirklich sachte ausfällt). Das Wasser ist herrlich frisch und liefert im Gegensatz zu so manchem, auf 28 Grad aufgeheizten Kärntner Badesee, echte Abkühlung. Im hinteren Teil des Geländes stehen putzige kleine Holzhäuschen. Davor sitzen ein paar Pensis und spielen Karten. Ja, es ist schon ein wenig anders hier im Kalmusbad. Wir haben es heute probiert und mochten es auf Anhieb!

Tipp: Das Kalmusbad ist für Kinder super geeignet. Spielplatz, Sandkiste, alles da. Wer will, findet unter den großen Bäumen Schatten. Im Wirtshaus gibt’s zackiges Service und speise- und getränketechnisch alles was man halt so braucht.

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Besonderes Wasser

28.07.08

Alexanderhütte: Jausnen mit Aussicht

Posted in Augen weiden, Essen & Trinken, Familientipp at 10:30

Wir Kärntenblogger haben ja bereits mit einigen Posts bewiesen, dass wir für unsere Leser schon mal hoch hinauf steigen um hier Geheimtipps zu posten, mit denen man bei seinem Kärntenaufenthalt “hoch hinaus” kommt. Und die Alexanderhütte hoch über dem Millstättersee passt uns da wunderbar ins Konzept.

Blick zum Millstättersee

Erstens, weil man rund um den Millstättersee wohl kaum einen Jausentisch finden wird, von dem aus man eine bessere Aussicht hat. Zweitens, weil man von der Alexanderhütte aus in jede Richtung losmarschieren kann und innerhalb einer Stunde zur nächsten Hütte gelangt. Ja und dann gibt es neben der Aussicht, der Lage, der sagenhaft frischen Buttermilch (!) noch ein paar andere Gründe, die für die Alexanderhütte sprechen: Eine Blumenwiese gleich hinter dem Haus, die zum Entspannen einlädt etwa. Ein Höhenrundwanderweg, der den Wanderer zu den schönsten Gipfeln der Rocky ähem… Nocky Mountains sprich “Nockberge” führt, darunter so klingende Namen wie Tschiernock oder Hochpalfennock.

Alexanderhütte

Ja und last but not least auch die Tatsache, dass die Alexanderhütte mit dem PKW super-easy zu erreichen ist. Wobei… super-easy ist ein dehnbarer Begriff 2000 Meter über dem Meer. Die letzten 20 Minuten von der Schwaigerhütte nämlich nimmt man zu Fuß. Und das empfiehlt sich wirklich, weil sonst die Jause bekanntlich gar nie richtig schmecken kann.

Kein Stress in den Nockbergen

Anfahrtstipp: Von Millstatt nach Ober-Millstatt und die Tschierweg-Staße immer bergan bis man den Parkplatz bei der Schwaigerhütte erreicht. Hier PKW abstellen und zu Fuß weiter zur Alexanderhütte. Von hier aus gehts gleich weiter zur Sommereggerhütte oder über den Jagasteig zur Hansbauerhütte (beide bewirtschaftet). Von der Alexanderhütte kann man auch den Höhenrundwanderweg in Angriff nehmen, der in mehreren Varianten aber schon einige Kondition benötigt.

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Millstatt von der Alexanderhütte aus gesehen

07.07.08

Wandern mit Domitian

Posted in Augen weiden, Kärnten entdecken, Wandern at 09:39

Domitian ist der Lokalheilige Millstatts. Weil er seinerzeit, als die Millstätter zwischendurch heidnischen Göttern huldigten, sämtliche Heiden-Statuen in einem katholischen Säuberungsanfall in den See schleuderte. Angeblich waren es an die tausend Statuen, “mille statue” also. Daher der Name. Historiker können bei dieser Herleitung des Ortsnamens Millstatts zwar nur milde lächeln – aber die Story ist doch schön. Genauso wie der “Domitianweg”. Ein Rundkurs ab/bis Millstatt, der übers Hochplateau führt und ca. 6 bis 7 Stunden Gehzeit in Anspruch nimmt. Er ist erstaunlich gut beschildert, Sich-Verlaufen ist fast unmöglich. Zum Teil führt auch ein anderer Pilgerweg in Kärnten, der Hemma-Pilgerweg, entlang dieser Route.

Vorweg: Die Mühe einer frühen Morgenwache lohnt sich – für einen Sonnenaufgang am Millstätter See …

… der Domitianweg führt dann weiter durch schmucke Bauerndörfer wie beispielsweise Obermillstatt …

… über taunasse Wiesen und Felder …

… vorbei an urigen Heu-Manderln …

… und alten Wasser-Mühlen …

… bis nach etlichen Stunden wieder das Ziel vor Augen kommt: Millstatt am See…

… und man zum Abschluss noch mal einen Blick auf den “alten Haudegen” Domitian werfen kann, beim Ausgangs- und Zielpunkt im Schillerpark in Millstatt…

… danach ist der Sprung in den See selbstverständlich Pflicht! Bikini/Badehose sollten im Jausenrucksack also noch Platz haben.