16.06.08
Posted in Augen weiden, Besonderes, Essen & Trinken, Kärnten entdecken, Orte mit einer Story
at 12:44
Vorweg gesagt: Die Geliebte eines mächtigen Mannes zu sein ist an sich ja nix Heroisches. Aber es erweckt Interesse – noch heute leben schließlich ganze Luder-Generationen gut von ihren G’spusis in besseren Kreisen.
Nun, wie wir wissen, war Katharina Schratt zwar nicht die Angetraute, wohl aber “Kaiserin des Herzens” Franz Josephs. Oder so. Und obwohl die Dame Wienerin war, hinterließ sie Spuren in Kärnten.

Da wäre erst mal die “Villa Helene” in Velden am Wörthersee. Die jetzige Besitzerin erzählte uns (für ein Interview im Alpe-Adria-Magazin, übrigens sehr lesenwert auch für Kärnten-Fans!), dass der Jugendstil-Bau vom Kaiser höchstselbst in Auftrag gegeben wurde: Für seine Katharina Schratt, die hier so etwas wie ein “Klein-Schönbrunn” haben sollte. Mit bescheidenen 40.000 Quadratmeter Grund, für Parkanlagen uns sonstige Spaßivitäten. Davon können Wohnsitz-Suchende am beinah vollverbauten Wörthersee heute allerdings nur träumen…

Zum anderen am “Schrattenfeld” am Längsee. Eine Sammlung von fünf kleinen Höfen, die Ende des 19. Jahrhunderts vom Bruder der Schratt gekauft wurde. Noch heute betreiben die Nachkommen hier, am sonnigen Nordufer des Sees, mehrere Gastro- und Hotelbetriebe, die für gutbürgerliche Küche und herrliche Aussicht bekannt sind. Die Schratt selbst dürfte hier wohl auch hie und da aufgetaucht sein, schließlich hatte sie ein Taufkind am Schrattenfeld.
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02.06.08
Posted in Abchillen, Kraftorte, Wandern
at 10:11

In so manchem Wellnessbereich ist das mit der Entspannung so eine Sache. Meist kommt diese erst gar nicht zustande weil sich zu viele Menschen auf zu wenig Quadratmeter aufhalten. Das hat häufig auch damit zu tun, dass der Wellnessbereich bequem und ohne Mühen erreichbar ist. Kurze Wege, viele Leute. Ganz anders verhält es sich mit dem Wellnessbereich in Eberstein im schönen Kärntner Görtschitztal. Da muss man schon einiges an gutem Willen und Durchhaltevermögen mitbringen, um zum Wellnessbereich überhaupt erst vorzudringen. Dieser liegt im so genannten Höllgraben aus dem der Tisäckerbach fließt. Wer an die Quelle, sprich zum Wellnessbereich will, muss stromaufwärts gehen und den rauschenden Bach mehrmals – manchmal mit, manchmal ohne Brücke überqueren.

Die Natur entlang des Weges ist jetzt Anfang Juni üppig-urwüchsig, fast urwaldhaft. Drinnen im Graben angelangt finden Entspannungssuchende alles was es zum Wellnessen so braucht: Eine rechtsdrehende Heilquelle (samt emailliertem Trinkbecher), ein Kneippbecken und Sitzgelegenheiten, auf denen sich herrlich relaxen lässt.

Anfahrt: Mit dem PKW nach Eberstein. Hier auf die Saualpe abbiegen und der Saualpenstraße in Richtung St. Oswald folgen. Nach der Ortsausfahrt von Eberstein folgt eine ca. 500 Meter lange Gerade. Noch bevor diese in eine Linkskurve mündet, zweigt rechts ein Schotterweg ab (auf einer Tafel steht Lassernig vlg. Kulmbauer), der an einigen kleinen Häusern vorbei führt. Diesem bergan ca einen Kilometer folgend bis sich die Straße teilt und das Schild Eberstein – Mirnig (Lassernig vlg. Kulmbauer) auftaucht. Hier das Auto abstellen und den kleinen, von der Straße wegführenden Fahrweg bergan entlang gehen bis zur Quelle. Falsch machen kann man ab hier nichts mehr. Einfach immer dem Tisäckerbach entlang. Nach ca. 1 Stunde hat man das Ebersteiner Wellness-Ressort erreicht. Zurück zum Auto geht es auf dem selben Weg.
Ausgangspunkt: Die Google-Map rechts markiert den PKW-Abstellplatz (Weggabelung), der zugleich Ausgangs- und Endpunkt der Tour ist.

Tipp: Der unbefestigte Weg führt manchmal über den Bach (Furt). Man kann hier aber gut über gelegte Steine balancieren. Gutes Schuhwerk schadet nicht.
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