27.10.07
Posted in Abchillen, Augen weiden, Familientipp
at 11:00
Der bei St. Georgen nördlich von St. Veit gelegene Längsee wird von Einheimischen liebevoll “Lago Lungo” genannt. Zwar ist der See weder besonders lang, eher rund, aber das wenige Italienisch das man spricht, will möglichst wirkungsvoll unter die Leute gebracht werden, oder?! Der Längsee – über das Stift St. Georgen am Längsee haben wir am Kärntenblog ja bereits berichtet – ist Sommer wie Winter einen Ausflug wert. Jetzt im Herbst jedoch bietet sich dem Betrachter ein Farbenspiel, das gemeinsam mit dem Tiefblau oder besser -grün des Sees eine sehenswerte Symbiose eingeht.

Tip: Wer es geschickt anstellen will, der fährt zum Stift St. Georgen (Parkplatz) und geht von dort zu Fuß über die kleine Ortschaft Drasendorf um den See herum bis zum Gasthof Schratt wo man sich stärken kann und dann am gleichen Weg wieder zurück. Gehzeit in eine Richtung gemütlich vielleicht 45 Minuten. Ja und wer unbedingt hinunter muss zum Wasser, der kann dies über einen Privatweg der Familien Schratt tun. Für diesen Fall ist der Besuch des gleichnamigen Gasthauses jedoch quasi verpflichtend :O) Dies zu tun ist in jedem Falle ratsam. Schon der hier kredenzten Fischgerichte und Süßspeisen wegen.
St. Georgen am Längsee auf der Google-Map &
der Rundwanderweg “um den See” zum Gasthof Schratt
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23.10.07
Posted in Abchillen, Essen & Trinken, Shopping, schlechtwetter-action
at 18:31

In unsrer Alles-allzeit-Gesellschaft kommt es selten vor, dass etwas nicht oder nicht mehr zu haben ist. Außer bei Büchern. Der mitleidige “Leider-vergriffen”-Gesichtsausdruck eines Mitarbeiters in einer Buchhandlung ist schrecklich, man mag ihn nicht sehen und das Gesagte nicht hören. Zuletzt, beim Heyn, wies mich die Dame aber auf einen echten Geheimtipp hin: Das “Antiquariat in den Bärenlauben”, versteckt im schönen Innenhof des Klagenfurter Rathausgebäudes.

Nun, was soll ich sagen? Dreimal war ich dieses Monat schon dort, jeweils wegen verschiedener Bücher, und jedesmal hatte ich das Ding binnen Sekunden in Händen. Teils zu Spottpreisen um fünf Euro! Ehrensache, dass das Personal zuvorkommend und kompetent ist.
Und weil ich schon in der Gegend war, stolperte ich gleich um die Ecke noch auf einen Verlängerten ins “Kaffeehaus zum Goldschmied” in der Wiesbadener Straße. Und war schon wieder hin und weg: Mitten im Cafe steht ein Glaskubus, in dem das Atelier des Goldschmieds Herrn Arrich eingerichtet ist. Job und Freizeit, Werkstatt und Kaffeehausatmo fließen ineinander.

Der Kaffee war im übrigen erste Sahne (… auch nicht selbstverständlich…) und damit die Gute-Laune-Wende an diesem feuchten Herbsttag geschafft. I’ll be back!
Antiqariat und Cafe auf Google-Map
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22.10.07
Posted in Kraftorte, Kärnten entdecken, Unterkommen
at 14:01
Groß und mächtig thront das Benediktinerinnenstift St. Georgen über dem Längsee. Im Stift kann kann man sich einerseits in allen möglichen Dingen unterrichten lassen. Von Kursen wie “Töpfern für Fortgeschrittene” bis hin zu Fastenkuren, Selbstfindungskursen, Managementlehrgängen wird hier ein reichhaltiges Programm geboten. Ein eben solches bieten jedoch auch das Stift selbst bzw. genauer gesagt die Stiftsgärten. Sie bieten dem Betrachter “Die Schönheit der Schöpfung als Erlebnis für alle Sinne”.

Hm… Wer geht, geht in sich, heißt es bekanntlich. Und die Kärntenblogger haben sich – begleitet von einer Katze (siehe Bild!) – in die Gärten begeben und waren als bekennende Nicht-Gartenfreaks ziemlich begeistert. Fanden sie im Garten doch einen Naturspielplatz ebenso wie eine überdimensional große Kräuterspiralle, ein Labyrinth, einen Permakulturgarten oder auch einen Garten, in dem Arzneipflanzen angebaut werden…

An sonnigen Herbsttagen und für alle die am Nachmittag ein wenig zur Ruhe kommen wollen bzw. sollen, sind die Klostergärten ein echtes Erlebnis. Eine Aussichtsplattform für einen Blick über den bezaubernden Längsee gibt es natürlich auch. Und für alle, die das Gärntnern nicht lassen können: Im Garten können Jungpflanzen auch käuflich erworben werden.
Google-Map zum Benediktinerinnenstift St. Georgen am Längsee
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21.10.07
Posted in Abchillen, Essen & Trinken, Wandern
at 19:08
Themenwanderwege sind ja manchmal mehr, manchmal weniger gelungen. Aber bei dem hier hat sich jemand was gedacht: “In-Sich-Gehen” heißt der 2 Kilometer lange Teilabschnitt des Hemmaweges in Sirnitz im Gurktal, bei dem man ausgiebig die eigene Sinneswahrnehmung schärfen kann. Man wandert dem Plätschern eines kleinen Waldbaches entlang und bekommt an den insgesamt neun Stationen interessante Anregungen – wieder mal richtig hinzuhören, den Blickpunkt zu wechseln, geerdet zu werden, zur Abwechslung mal die Vogelperspektive auf sich selbst einzunehmen. Die Ruhe-Therapie verstärkt sich dadurch, dass hier anscheinend kaum Leute herfinden, zumindest bis jetzt… Ein idealer Abschluss ist übrigens eine Einkehr im Restaurant “Zum Widitscher” – solide regionale Küche, aufmerksames Personal, und derzeit sind Wildwochen. Aber auch die Spinatknödel in Pilzsauce waren nicht von schlechten Eltern.
Genauer Lageplan hier. Anfahrt am besten über Feldkirchen ins Gurktal.
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19.10.07
Posted in Abchillen, Augen weiden, Familientipp, Kärnten entdecken
at 14:37

Bei Gott! Es gäbe bessere Möglichkeiten von St. Veit aus nach Straßburg im Gurktal zu gelangen. Die Schnellstraße zum Beispiel. Wer dies tut und von A nach B hetzt, dem entgeht jedoch ein landschaftliches Kleinod, das es absolut in sich hat, nämlich der Gunzenberg. Die kleine Ortschaft liegt auf über 1000 Metern Seehöhe. Da gibt es eine Kirche (sie wird derzeit gerade renoviert), ein Pfarrhaus, zwei Gasthäuser UND eine Sitzbank, von der aus man den Blick vom Krappfeld (der Kornkammer Kärntens) bis weit in den Mittel- und Unterkärntner Raum schweifen lassen kann. Da frägt man sich zwangsläufig, was man zu seinem Glück wohl sonst noch brauchen könnte. Auf dieser Bank in der Sonne zu sitzen und sich von oben herab die dunstigen Bergrücken anzusehen, die für Kärnten typisch hintereinander gelagert ganz unterschiedliche Blautöne ergeben, das ist dann wahrscheinlich die einzige Antwort auf die rhetorisch gestellte Frage. Im Gasthaus Marcher oder der etwas weiter entlang der Straße gelegenen Florianistub’n gibt es herzhaft Zünftiges auf den Tisch. Der Gunzenberg bzw. die gleichnamige Ortschaft ist eine schöne Möglichkeit, dem Neben in den Beckenlagen zu entfliehen. Lohnend vor allem auch deshalb, weil er gut erreichbar ist, und man bekanntlich auch in zwei Stunden die Akkus wieder ganz schön voll laden kann. Auf diesem Bankerl klappt das bestimmt.
Zur gemeinten Bank gelangt man, wenn man an der links von der Kirche gelegenen Friedhofsmauer entlang die Wiese quert. Am Zaun eines Einfamilienhauses steht sie dann und lädt zum Verweilen ein.
Der Gunzenberg auf der Google-Map
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06.10.07
Posted in Filmschauplätze, Freizeit, Kärnten entdecken, Orte mit einer Story
at 12:32
Die Landschaft Kärntens ist schön – und eitel! Sie sonnt sich immer wieder gerne mal im Scheinwerferlicht. Die Wörthersee-Filmchen gabs schon unter Hans Moser, selbst Roy Black haben sie überdauert. Zu dieser Leicht-Seicht-Kategorie aber ein ander mal mehr. Weil: Auch das große Kino hat sich dann und wann ins Kärntnerland verirrt, jawoll! Hier der Versuch einer kurzen, sicherlich unvollständigen Zusammenfassung:

Wikimedia Commons
“Wie ein Licht in dunkler Nacht”. Einige Szenen der romantischen US-Agentenstory vorm Hintergrund der Nazi-Zeit wurden mit Michael Douglas an der Rosentalbahn gedreht. War damals (1992) wohl die Kärnten-Premiere für den Hollywoodstar. Eine Connection ist aber geblieben: Angeblich lassen er und seine Frau Catherine Zeta-Jones sich noch heute den Saiblingskaviar vom Fischrestaurant Sicher in Tainach über den Atlantik schicken…

“James Bond: Der Hauch des Todes”. 1987 bretterte Bond-Darsteller Timothy Dalton (ich glaub mit dem Ski-Doo) bei einer Verfolgungsjagd die Hänge hinab bis auf die Eisdecke des Weißensees. Sehr actionreich und ohne Rücksicht auf Verluste, ein paar Badehütten fallen der Aktion zum Opfer.
“Der gelbe Rolls Royce” verhalf 1964 Omar Sharif, Ingrid Bergman und Alain Delon zu einem Gastauftritt in Kärnten. Schwer, dazu genaue Infos zu finden. Wer von unseren geneigten Lesern weiß was über die genauen Drehorte?
Und: “Star Wars II”! Angeeeeeblich, das sagte uns jedenfalls ein altgedienter Wörtherseefilm-Kenner, soll der See darin als digitale Filmkulisse Eingang gefunden haben. Warum auch nicht? Werden wir demnächst mal überprüfen!
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02.10.07
Posted in Essen & Trinken, Shopping, Sichs gut gehen lassen
at 13:32

Es ist ja nicht so, dass wir nicht gern hin und wieder mal über die Grenze rutschen würden. Aber! Nach einer gerammelt vollen Arbeitswoche sitzt man am Wochenende manchmal doch lieber in der Sonne als im Auto. Das “Cena” kann trotzdem durch und durch italiano werden. Dank dem original italienischen Lebensmittelladen an der Maximilianstraße, der da vor ein paar Monaten in Klagenfurt aufgesperrt hat. Villach kam ja schon vor ein paar Jahren in diesen Genuss.

Nur soviel: Rucola, der nach Rucola duftet. Käsesorten, die alle gleich aussehen und alle unterschiedlich schmecken. Lange Regalfluchten voller Öle, Pasta, Vini oder Dolci. Mamma mia! Dreimal die Woche kommt frische Lieferung, im Vergleich zum Markt – wo’s auch italienische Spezialitäten gibt – hat dieser Laden hier durchgehende Öffnungszeiten. In Kombi mit diesem deppeneinfachen Kochbuch war der vergangene Samstag kulinarisch dann echt eine – hausgemachte – Wucht. Kann man sich merken…!
Lageplan des Italo-Laden
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