09.08.07

Die dunkle Geschichte des Wolschartwaldes

Posted in Familientipp, Kärnten entdecken, Orte mit einer Story at 14:55

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Wenn manche Orte erzählen könnten, uns allen würd die bloße Angst im Nacken sitzen. Der Wolschart-Wald nahe St. Veit ist so ein Ort. Im 18. Jahrhundert gings hier denkbar ungemütlich zu. Der dichte Nadelwald mitten im relativ flachen Krappfeld war das bevorzugte Rückzugsgebiet von allerlei Gesocks, das als die “Wolschart-Räuber” in die Geschichts- und Sagenbücher Eingang fand. Raubüberfälle auf Reisende und benachbarte Bauernhöfe waren noch das kleinste Übel. Angeblich steckten einige der hohen Herrschaften von St. Veit damals mit den Räubern unter einer Decke. Wer sie dann doch verriet, bekam ihren ganzen Zorn zu spüren. Ein Wirt wurde der Sage nach mit den Beinen an einem Baum gehängt, unter ihm ein Feuer entzunden. Zimperlich waren sie also sicher nicht.

Doch wo viel Schatten, da auch viel Licht (…oder so…) Jedenfalls steht mitten im Wald auch eine Wallfahrtskirche - gleich neben einer ganz alten Waldkapelle. Die Kirche liegt direkt am Hemma-Pilgerweg und das Gasthaus gleich daneben stellt die Verpflegung von ausgepowerten Wallfahrern sicher.

P.S.: Im Zusammenhang mit den Wolschart-Räubern wird auch immer der Kärntner “Robin Hood” (okay, jetzt gibt’s wieder einen, der sich dafür hält….) Simon Kramer genannt, der sich allerdings auch eher durch grausame Verbrechen als durch Mildtätigkeit einen Namen gemacht hatte. Auch er hauste im Wolschartwald. Vor Jahren gab’s mal die Überlegung, den Stoff zu verfilmen, sogar Brad Pitt war für die Hauptrolle im Gespräch. Keine Ahnung, wo das Drehbuch jetzt vergraben liegt…. Vielleicht im Wolschart-Wald…?

Hier der Anfahrtsplan ( ab St. Veit) – ab dem Endpunkt ist “Maria Wolschart” angeschrieben.

Siehe auch den Beitrag “Unter Räubern”

5 Kommentare »

  1. klippitz-hiker said,

    09.08.07 at 16:04

    @Drehbuch: Eine sehr traurige Geschichte, die bereits vor Jahren in einen Rechtsstreit zwischen dem streitbaren Wolfsberger Vizebürgermeister Heimo Toefferl und Regisseur Gernot Stadler gemündet ist. Traurig, wäre eine spannende Geschichte gewesen.

  2. Bernie PICCOLO said,

    17.08.07 at 17:56

    ´Die Wolscharträuber sind dann aber doch umgezogen, sie nennen sich jetzt Kärntner Wirte oder so ähnlich, denn was man dort zuweilen vorgesetzt bekommt entspricht dem Motiv, seine Gäste zu berauben.
    Am 15. August am Längsee, in Abständen von 15 Minuten kam ein paar Stunden lang ein Hubschrauber voller Deppen geflogen die von oben auf den See schauen wollten und störten die Idylle am See. Der Rundweg um den Längsee ist ein lebensgefährlicher Trail wo die Wolscharträuber mit ihren Mopeds herum “räubern”. Ja so einen Urlaub will man auf keinen Fall wiederholen!! Zimmer mit Räuberfrühstücj – Kaffe wie im zweiten weltkrieg : 70 Euro!!!!

  3. admin said,

    20.08.07 at 09:09

    hm… dann wird der Wolschartwald seinem Namen also wirlich gerecht. Andeerseits: Für die Hubschrauber kann niemand etwas. Und Sowohl das Kirchlein im Wald (Maria Wolschart) als zB auch das GH Schratt sind absolut nette Plätze. Davon haben sich die Kärntnblogger bereits selbst mehrfach überzeugen können.

  4. Andrea Reintaler said,

    04.10.09 at 13:31

    Die Wolscharträuber sind wieder unter uns: Aber der Forst hat Fürsprecher, und zwar eine ganze Menge .-) glg Andrea

  5. Gustav Nocken said,

    01.05.10 at 23:02

    @Andrea: Das stimmt. Da gibt es eine ganze Menge Fürsprecher!

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