20.04.07

Unter Räubern

Posted in Kärnten entdecken, Orte mit einer Story at 20:28

Es war die Zeit nach den napoleonischen Kriegen, da herrschten in Kärnten Gesetzlosigkeit und Anarchie. Es war in dieser Zeit, als ein St. Veiter Krapfenbäcker neben dem Backen süßer Köstlichkeiten noch andere Talente entwickelte. Nämlich seine Mitmenschen durch allerlei krumme Dinge um ihr Hab und Gut zu bringen. Und für dieses zusammengeraffte Diebsgut galt es das bestmöglichste Versteck zu finden das es gab. Weil die Organe der staatlichen Ordnung – oder zumindest was davon übrig war – sein Haus ja nicht nur einmal auf den Kopf stellten. Der Krapfenbäcker aber war schlau und schuf sich ein sicheres Versteck, indem er neben seinem eigenen Keller einfach das Nachbarshaus (!!) unterkellerte.

St. Veit

Dieses Haus war ursprünglich nicht unterkellert und bot damit ein prima Versteck, das vom Keller des krummen Gesellen aus durch eine geheime Luke erreichbar war.

Heute ist im Haus des ehemaligen Krapfenbäckers ein gemütliches Lokal untergebracht. Einen Steinwurf vom wunderschönen Hauptplatz der Bezirksstadt St. Veit an der Glan entfernt, kann man hier der Sommerhitze entfliehen und einen kühlen Spritzer (Weinschorle) zu sich nehmen. Am Abend verwandelt sich das “M2″ dann in eine Bar, in der sich das junge und jung gebliebene St. Veit trifft. Der Keller des Hauses – die Türe dorthin befinet sich mitten im Gastraum – verbirgt jedoch ein Geheimnis vergangener Tage, um das nur noch ganz wenige St. Veiter bescheid wissen…

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