26.04.07
Posted in Kärnten entdecken, Urlaubslektüre
at 14:00

Es soll ja Leute geben, die standhaft behaupten, Kärnten und wohl auch die Kärntnerinnen und Kärntner würden “anders” ticken. Und da ist schon was dran. ORF-Journalist Alexander Sattmann hat zu diesem Thema das Buch “Kärnten verstehen. Geheimnisse, Besonderheiten, Anekdoten” geschrieben, das 2006 im Leykam-Verlag erschienen ist. Es geht schlicht und einfach der Frage nach, warum Kärnten und seine Bewohner so sind wie sie sind. Mal schwermütig mal sangesfreudig mal… was immer. Das Buch ist damit die perfekte Einstimmung auf einen Kärntenurlaub. Damit man quasi auch weiß, was auf einen zukommt.
Beziehen kann man das Buch unter anderem bei Amazon oder auch direkt beim Verlag. Für die, die von Kärnten gar nicht genug bekommen, gibt hier auch noch einen kleinen Sprachkurs im Buchform. Namens – nona?! – “Sprechen Sie kärntnerisch?” Da bleibt mit Sicherheit kein Auge trocken.
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25.04.07
Posted in Kärnten entdecken, Reizvolle Radtouren
at 08:22

Am Rad lässt sich eine Region immer noch am besten erkunden. Man bewältigt größere Distanzen als zu Fuß, ist aber zugleich hautnah dran an Natur, Orten, Menschen. Prädestiniert für eine gemütliche Radpartie voller schöner Sinneseindrücke ist Unterkärnten – ein weitgehend sanft hügeliges Land mit guter Radwegeinfrastruktur. Urige Bauerndörfer und Orte mit touristischem Angebot an den vielen kleinen Seen reihen sich hier aneinander wie Perlen an einer Kette. Wärmstens empfohlen von den Kärntenbloggern: Ein Drei-Stunden-Rundkurs mit Start- und Zielpunkt in Klopein, fast gänzlich auf ruhigen Landstraßen. Hier die Routenbeschreibung:
Ab Klopein (Ortsteil Seelach) über den Kleinsee nach St. Veit/Jauntal, weiter auf einer Landstraße durch weite Felder nach Obernarrach. Dann runter nach Sittersdorf an den Sonnegger See, dann in Richtung Eberndorf, den Gösselsdorfer See entlang. In Gösselsdorf den Schildern zur Tennisanlage folgen, so erreicht man eine ruhige Waldweg-Alternative parallel zur verkehrsreichen Bundesstraße. Der Waldweg mündet in eine Straßenkreuzung, wo man noch mal einen Hügel über die Ortschaft Mökriach hochfahren kann und zum Turnersee gelangt. Von wo aus man es runter zum Klopeinersee (und somit zum Zielpunkt) wieder so richtig laufen lassen kann …
Übersichtskarte hier!
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20.04.07
Posted in Kärnten entdecken, Orte mit einer Story
at 20:28
Es war die Zeit nach den napoleonischen Kriegen, da herrschten in Kärnten Gesetzlosigkeit und Anarchie. Es war in dieser Zeit, als ein St. Veiter Krapfenbäcker neben dem Backen süßer Köstlichkeiten noch andere Talente entwickelte. Nämlich seine Mitmenschen durch allerlei krumme Dinge um ihr Hab und Gut zu bringen. Und für dieses zusammengeraffte Diebsgut galt es das bestmöglichste Versteck zu finden das es gab. Weil die Organe der staatlichen Ordnung – oder zumindest was davon übrig war – sein Haus ja nicht nur einmal auf den Kopf stellten. Der Krapfenbäcker aber war schlau und schuf sich ein sicheres Versteck, indem er neben seinem eigenen Keller einfach das Nachbarshaus (!!) unterkellerte.

Dieses Haus war ursprünglich nicht unterkellert und bot damit ein prima Versteck, das vom Keller des krummen Gesellen aus durch eine geheime Luke erreichbar war.
Heute ist im Haus des ehemaligen Krapfenbäckers ein gemütliches Lokal untergebracht. Einen Steinwurf vom wunderschönen Hauptplatz der Bezirksstadt St. Veit an der Glan entfernt, kann man hier der Sommerhitze entfliehen und einen kühlen Spritzer (Weinschorle) zu sich nehmen. Am Abend verwandelt sich das “M2″ dann in eine Bar, in der sich das junge und jung gebliebene St. Veit trifft. Der Keller des Hauses – die Türe dorthin befinet sich mitten im Gastraum – verbirgt jedoch ein Geheimnis vergangener Tage, um das nur noch ganz wenige St. Veiter bescheid wissen…
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18.04.07
Posted in Abchillen, Augen weiden, Kärnten entdecken
at 18:23

Wo Klagenfurter hinfahren, wenn sie vom Trubel am Jet-Set-Wörthersee die Nase voll haben? Na, zum Beispiel zum Zmulner See. Ein kleiner idyllischer Badesee, eingebettet in die sanfte Hügellandschaft im Dreieck von Feldkirchen, Klagenfurt und St. Veit. Der See ist zwar in Privatbesitz (gehört zur urigen Sommerfrische-Destination Sygergut), ist aber gegen Eintritt für die Allgemeinheit zugänglich. Vor Ort gibt’s alles, was man so braucht als Badegast: gemähte Liegewiesen unter riesigen Birken, WC’s, ein Kiosk wo Hunger und Durst gestillt werden können. Dazu viel Ruhe und landschaftliche Weite. Kurz: Ein Sommer wie damals. Seufz!
Wegbeschreibung von Klagenfurt aus zum Zmulner See.
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15.04.07
Posted in Menschen, Sichs gut gehen lassen
at 11:26

Brust oder Keule? Apple oder PC? Harley-Davidson oder Honda Gold Wing? In St. Georgen am Sandhof, einem kleinen Ort, gelegen gleich hinter dem Klagenfurter Flughafen, sieht sich der Einheimische vor eine ähnlich fundamentale Frage gestellt. Die einen schwören auf das Gasthaus Lutschounig (vom Flughafen kommend auf der rechten Seite). Die anderen geraten in wahre Verzückung, wenn sie auf das Backhendl zu sprechen kommen, das sie schräg gegenüber, im Gasthof Orasch (vom Flughafen kommend links) auf den Tisch bekommen.

Zwischen den beiden Gasthöfen – ich denke, jeder ist ein Insider-Tipp für sich – gibt es keine Grauzone, höchstens die Straße, die sich an der kleinen Kirche vorbei in Richtung Maria-Saaler Berg schlängelt. Man koexistiert nebeneinder und jeder hat seine eigene Fangemeinde. Die Kärntenblogger fühlen sich beim Lutschounig (auch “Lutsche” genannt) sehr wohl. Sowohl die Brettljause, die Käsnudel oder auch der “Indidaner” (aufgeschnittener Bisquit-Krapfen übergossen mir reichlich Schlag und Schokolade) sind schon eine Sünde wert! Ja und auch wer es gerne urig mag, also von Zeit zu Zeit geerdet werden muss, ist beim Lutschounig richtig. In der gemütlichen Gaststube trifft der Bauer den Feuerwehrkommandanten und der gerade in Klagenfurt gelandete Pilot den Bauarbeiter. Ach ja: Und der Wirt, Herr Karl, erzählt natürlich die besten Geschichten über Land und Leute. Die kennt er nämlich wie kein anderer! Reinsetzen und Ohren spitzen.
Anfahrt von Klagenfurt bzw. Villach nach St. Georgen am Sandhof
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13.04.07
Posted in Augen weiden, Familientipp, Kärnten entdecken
at 22:14

Willkommen in der Vergangenheit! Altersberg ist ein kleines, schmuckes Bauerndorf hoch über dem Liesertal. Mit allem Drum und Dran. Einerseits wird hier kein Auswärtiger unbeobachtet durchspazieren. Andererseits ergeben sich dadurch oft nette Gespräche mit den Altersbergern.
Natürlich gibt’s ein paar Highlights, genau genommen zwei: Die Augenquelle in der Kirche von Altersberg, der schon seit Jahrhunderten heilende Wirkung nachgesagt wird. Und mitten am Dorfplatz ist ein Start- und Zielpunkt der Windelwandermeile, eine mit Märchenfiguren und anderen Erlebnisstationen gesäumte Wanderroute extra für die kleineren Wandersleut – und ihre Eltern freilich. Zurück geht’s dann mit der Taca-Tuca-Bahn, mit Originaltraktor als Zugmaschine. Rasten kann man dann gleich im Babygasthof Preis, mitten im Ort.
Wie hinkommen? Hier!
Und noch etwas Nettes gibt’s da gleich um die Ecke:

Es sind nämlich nur ein paar Kilometer die “Alte Römerstraße” talauswärts, und man ist schon am Hühnersberg. Die Mühe, sich noch einige Serpentinen bis zum obersten Punkt hochzuarbeiten, lohnt sich: Da liegt einem dann quasi der Millstättersee zu Füßen. Ein netter Ort für ein Picknick, die nur leicht abfallenden Wiesen bieten sich dafür geradezu an.
Hinkommen? Hier!
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10.04.07
Posted in Familientipp, Kärnten entdecken, Orte mit einer Story
at 09:44

Das “steinerne Linsenfeld” in Guttaring (nahe Treibach/Althofen am Krappfeld) könnte ein netter Zwischenstopp auf einem Familienausflug in der Gegend sein. Wenn man auf diesem Feld ein bissl stöbert, findet man tatsächlich viele kleine, runde Steinchen, die man reflexartig zu einem Eintopf verkochen möchte.
Dazu gibts freilich die passende Sage aus dem katholischen Kontext: Ein armer Bauer hatte nur mehr eine Handvoll Linsen, die er säen konnte. Das machte er (dieser Frevler!) prompt an einem Feiertag. Nicht so schlimm, möchte man meinen, der Mann war schlicht hungrig – und in Panik! Doch der Herr vergalt es ihm, aber nicht zu knapp – nicht nur die Linsen, auch der Bauer selbst wurden zu Stein. Tja, so kanns gehen.
Eigentlich handelt es sich bei den Steinchen aber um Nummuliten, das ist so etwas wie zu Stein gewordene Einzeller aus grauer Vorzeit.
Wer nun, vor lauter Linsen-Gerede, doch noch Appetit bekommt: Beim Brunnwirt Kassl am Unteren Markt in Guttaring startet demnächst wieder die Spargelsaison.
Wegbeschreibung ab Klagenfurt bis Guttaring, direkt aufs Linsenfeld.
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05.04.07
Posted in Sau rauslassen
at 17:21
Ooooja, das war schon öfter mal eine richtig fette Party beim “Club First Friday” in Villach. Und wir wären auch diesmal wieder gern dabei gewesen, wenn der Friday nicht karfreitagsbedingt (so katholisch ist Kärnten dann doch) ausnahmsweise zum Saturday gemacht würde – und wir da leider schon verplant sind. Dabei käme der Brasilian Power-Sound von Celia Mara ganz nach unserem Geschmack.
Club First Friday ist jedenfalls eine sichere Bank für Nachtschwärmer (die Party geht immer erst ab Mitternacht richtig los, dann ist die Hütte gerammelt voll), die für alle möglichen Musikstile offen sind und gerne mal ein paar Stunden lang in gut gemachte Live-Musik reinkippen. Immer am ersten Freitag des Monats im Bambergsaal des Villacher Parkhotels (Lageplan hier). Wenn nicht gerade Karfreitag ist, wie gesagt…
Hier nochmal zur Sicherheit der Termin: Samstag, 7. April, Celia Mara & Bastardista, Beginnzeit (so Daumen mal Pi): 22 Uhr.
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01.04.07
Posted in Abchillen, Sichs gut gehen lassen
at 16:38

Heute ein Tipp für Leute, die beim Gedanken an ihr täglich wiederkehrendes Frühstücksritual gleich wieder gähnen müssen: Das “Do Mundo” in Klagenfurt. Gefrühstückt kann hier bis um 23 Uhr nachts werden, und zwar schrille Kreationen aus aller Welt. Wir waren diesmal zu dritt beim Testen und genehmigten uns Frühstück nach afrikanischer Art (Hummus und Bohnenbrei), mexikanischer Art (Ei, Gemüse, Nachos) und im US-Style (Ham&Eggs, French Toast, Ahornsirup). Jeweils mit zwei großen Tassen Kaffee und einem Glaserl Saft. Mjamm! Und im direkten Vergleich zu anderen Frühstücks-Pilgerstätten, die wir sonst aufsuchen, gar nicht teuer: 4,80 Euro kostet ein Frühstücksmenü- inklusive gemütlichem Ambiente, wirklich angenehmem Publikum, Second-Hand-Einrichtung, Fair-Trade-Produkten und einer resoluten Chefin.
Wegbeschreibung: Vom Neuen Platz in Klagenfurt über die Wiesbadener Straße und den Heiligengeistplatz. Dann den Villacher Ring queren. Und dann gleich einen rechten Einkehrschwung ins Do Mundo.
EDIT (28. März 2008): Das Cafe Do Mundo hat mit Ende März 2008 seine Tore geschlossen.
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