13.03.07
Den Römern auf der Spur

Der zwischen den Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt und der Bezirksstadt St. Veit gelegene Landstrich hört auf den Namen Zollfeld. Und dieses Gebiet ist ein ganz besonderes, ja fast mystisches Fleckchen Erde. Das wird jeder verspüren, wenn er Orte wie Maria Saal oder Karnburg aufsucht oder vom Schloss Tanzenberg aus den Blick über das Zollfeld schweifen lässt.
Überhaupt empfiehlt es sich, auf der Fahrt nach St. Veit nicht die Schnellstraße sondern die parallel dazu verlaufende Bundesstraße zu nehmen. Warum? Weil sich die Straße mitten durch alte römische Siedlungen und Grabstätten bzw. direkt daran vorbei schlängelt. Und wenn im Frühjahr oder im Herbst die Felder umgeackert werden, dann findet man mit freiem Auge so manche Tonscherbe. Auch die Steine, die von den Bauern mühevoll aus dem Feld geräumt und am Waldrand zu Häufen aufgetürmt werden, bergen nicht selten Geheimnisse vergangener Zeiten. So mancher “Stein” entpuppte sich hier bereits als Teil einer Statue oder als behauenes Stück Marmor mit jahrtausendealter Geschichte.

Doch aufgepasst! Die Zollfelder Bauern verstehen keinen Spass, wenn ihnen Hobby-Archäologen durch die frisch gesähten Felder trampeln. In den noch nicht bestellten Feldern mal hier oder dort einen Stein umzudrehen oder einen Blick auf den Boden zu werfen, wird aber mit Sicherheit niemanden stören. Römische Spuren finden sich natürlich auch am Magdalensberg oder – noch bequemer – im Kärntner Landesmuseum. Aber warum nicht im Zollfeld selbst auf römischen Spuren wandeln?
Wegbeschreibung: Von Maria Saal (unbedingt den Dom ansehen!) über das entzückende Arndorf ins Zollfeld bzw. zum Gasthof Fleissner von wo aus man zum Prunnerkreuz gelangt.